von Philip Schur, Geschäftsführer von BRICKSPACES

Vielleicht ist es dir auch schon aufgefallen: Seit einigen Jahren sind immer häufiger Stores in den Innenstädten und Szenevierteln der großen Städte zu sehen, die nur wenige Tage, Wochen oder Monate ihre Türen für die Besucher öffnen und anschließend wieder verschwinden.

Nein, das ist kein schlechter Versuch, einen eigenen Store zu eröffnen, der bereits nach kurzer Zeit scheitert. Pop-Up-Stores nennen sich die temporären Präsenzen verschiedenster Labels. Egal, ob Startup oder etablierter Brand, Pop-Up-Stores haben sich inzwischen als wirkungsvolles Marketinginstrument im Handel etabliert. Ursprünglich aus Großbritannien, sind die Kurzzeitstores nun in Deutschland angekommen und breiten sich auch in Österreich und der Schweiz immer weiter aus. Gerade für Gründer bieten die temporären Stores spannende Möglichkeiten, um das eigene Business in der Branche und im Handel zu etablieren.

Popup-Store: Suche nach dem richtigen Laden

Langzeit-Mietverträge machen es jungen Gründern schwer

Du bist gerade dabei dein Business aufzubauen, hast womöglich bereits deinen Online-Shop etabliert und planst jetzt, deine Produkte in einem eigenen Store an den Mann oder die Frau zu bringen. Es beginnt also die Suche nach der passenden Location für deine Ideen und Produkte. Nach einiger Zeit ist eine geeignete Fläche gefunden, auf der du dir die Umsetzung deines Businesses vorstellen kannst. Doch der Makler/Inhaber spricht plötzlich von einem Mietvertrag mit einer Laufzeit von 5, 10 oder sogar 15 Jahren. Keine leichte Entscheidung, sich eine so lange Zeit an einen einzigen Standort zu binden. Vor allem da dein Geschäft ja gerade mal einige Wochen oder Monate alt ist.

Passt meine Idee wirklich in diese Gegend?
Nimmt das Publikum hier meine Produkte überhaupt an?
Und wie funktioniert das stationäre Business eigentlich genau?

Keine Sorge, mit diesen Fragen muss sich wohl jeder Gründer rumschlagen, der gerade entschieden hat, einen eigenen Store zu eröffnen. Aber auch das macht es nicht einfacher.

Popup-Store: Saisonal geöffnet

Pop-Up-Stores bringen Bewegung ins Business

Inzwischen hat sich mit Pop-Up-Stores allerdings eine Alternative zu diesen Langzeitmietverträgen herauskristallisiert, die dir die Chance bietet, deine Idee zunächst für einige Tage, Wochen oder Monate im stationären Handel zu testen. Pop-Up-Stores werden seit einigen Jahren immer beliebter und sind inzwischen auch in der Startup-Welt angekommen.

Als Test eines Standortes oder eines Produktes oder auch als Marketing-Instrument poppen die Shops in Innenstädten und Szenevierteln auf und begeistern zahlreiche Kunden. Immer mehr Inhaber und Vermieter sind bereit, ihre Flächen auch für einen kürzeren Zeitraum zu vermieten, um beispielsweise Leerstände zu überbrücken oder einfach Aufmerksamkeit auf ihre Fläche zu ziehen. Und genau dort liegt deine Chance, um den 10-Jahres-Mietvertrag vorläufig zu umgehen.

Popup-Store: Angebot Präsentation

Produkte und Standorte ohne Risiko testen

Du bist von deinem Produkt überzeugt? Sehr gut! Jetzt ist aber die Frage, ob deine potenzielle Kunden in der Innenstadt oder an anderen Hot Spots ebenso begeistert sind. Und vor allem, an welchen Standorten du tatsächlich deine Zielgruppe erreichst. Anstatt alles auf eine Karte zu setzen und auf gut Glück einen langfristigen Mietvertrag für ein eigenes Ladenlokal zu unterschreiben, bietet es sich an, deine Produkte an verschiedenen Standorten zu testen. Begib dich auf die Suche nach einem Ladenlokal, miete es für einige Tage oder Wochen an, präsentiere den Passanten deine Produkte und du wirst schnell sehen, wie gut diese an dem gewählten Standort angenommen werden.

Zusätzlich kannst du dich mit den Besuchern deines Stores über die angebotenen Produkte austauschen. Ganz bestimmt haben diese noch spannende Anregungen für dich, wie du deine Produkte oder den Auftritt deiner Marke optimieren kannst. An dieser Stelle kannst du schon die ersten Erkenntnisse für einen späteren dauerhaften Store sammeln.

Popup-Store: Abläufe im Handel

Abläufe im stationären Handel kennenlernen

Kassensysteme, Abrechnungen, Ladendesign und Verkaufsgespräche – der Alltag im stationären Handel sieht deutlich anders aus als der eines Online-Shops oder eines Versandhändlers. Vermutlich wirst du dir das bereits gedacht haben, aber was das tatsächlich bedeutet, ist oft nur schwer abzuschätzen, wenn man noch keine oder wenige Erfahrungen in diesem Bereich hat. Also bietet sich auch hier ein Test an, bei dem du und eventuell deine Mitarbeiter die Abläufe kennenlernen können.

In einem Pop-Up-Store, der nur wenige Wochen geöffnet hat, ist es in der Regel nicht so dramatisch, wenn an den ersten Tagen einige Fehler unterlaufen. An einem dauerhaften Standort, an den sich die Kunden später deutlich erinnern, kann dies gravierende Probleme aufwerfen. In einem Pop-Up-Store wird außerdem schnell klar, dass du mit deinem Label noch kein etablierter Händler bist, wodurch Kunden kleine Fehler eher verzeihen als in einem etablierten Store.

Das bedeutet natürlich nicht, dass der Service unwichtig ist. In deinem Pop-Up-Store kannst du bereits Erfahrungen sammeln, wie der Alltag in einem eigenen Store aussieht und vor allem welche Aufgaben anfallen. Sicher wirst du noch einige Baustellen und Pflichten entdecken, die du vorher gar nicht auf dem Schirm hattest. Diese solltest du am besten direkt notieren, damit du sie bei der Konzeptionierung eines langfristigen Konzeptes mit in die Planung einbeziehen kannst.

Popup-Store: Service und Angebot

Pop-Up-Stores als Marketing-Instrument

Damit dein Label wachsen kann und du deine Einnahmen steigern kannst, ist es unumgänglich, eine gewisse Aufmerksamkeit zu generieren und eine möglichst große Zahl potenzieller Kunden auf deine Marke aufmerksam zu machen. Online ist es in der Regel gar nicht so einfach, sich effektiv von der Konkurrenz abzusetzen und Kunden auf sich aufmerksam zu machen. Im stationären Handel bieten sich dir schon deutlich vielfältigere Möglichkeiten.

Durch ein auffälliges und einprägsames Ladendesign beispielsweise kannst du dir sicher sein, dass sich die Besucher deines Stores an dich und dein Label erinnern werden. Es geht darum, eine Markenwelt zu erschaffen, in der die Kunden deines Stores dein Label intensiv erleben und sich mit deiner Botschaft identifizieren können. Verbinden sie den Besuch deines Stores mit einem positiven Erlebnis, ist es deutlich wahrscheinlicher, dass sie auch über andere Kanäle (Social Media, Online-Shop etc.) in Kontakt mit deinem Label bleiben und regelmäßig Produkte kaufen. Oft muss für eine solche Markenwelt nicht einmal viel Geld ausgegeben werden. Am wichtigsten für den Erfolg deines Stores ist, dass das Design passend zum Auftritt deiner Marke gewählt wird und deine Zielgruppe anspricht.

Es ist also sogar als Online-Brand hilfreich, sich mit einem Pop-Up-Store im Offline-Bereich zu präsentieren, damit die Kunden – neben dem Einkauf im Online-Shop – auch die Gelegenheit erhalten, deine Marke physisch zu erleben und die Produkte anfassen und ggf. anprobieren/ausprobieren zu können. Auf diesem Wege werden auch die Umsätze deines Online-Shops und deines gesamten Labels langfristig steigen.

Pop-Up-Stores finden

Pop-Up-Stores finden

Pop-Up-Stores bilden also eine effektive Variante, um mit deinem Business im stationären Handel durchzustarten – und das, ohne dass du dich sofort für mehrere Jahre an einen Standort binden musst. Auf diesem Wege kannst du problemlos verschiedene Locations und Umgebungen testen und verschiedene Zielgruppen erreichen.

Damit du deine Zeit nicht auf der Suche nach der passenden Location für deinen nächsten Pop-Up-Store verschwendest, findest du auf der Online-Plattform BRICKSPACES eine große Auswahl verschiedenster Ladenflächen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden. Als Plattform für Kurzzeitmieten achtet BRICKSPACES darauf, dass alle Flächen auch für wenige Tage oder Wochen buchbar sind. Als Spezialist auf diesem Gebiet übernimmt das BRICKSPACES-Team auch die Verhandlung mit den Vermietern und die Buchungsabwicklung für dich. So sparst du auf der Suche nach der passenden Fläche für deinen Pop-Up-Store viel Zeit, die du an anderer Stelle sicher gut gebrauchen kannst.

Über den Autor

philip-schur-brickspacesPhilip Schur ist gebürtiger Essener. Nach seinem Dualen Betriebswirtschaftsstudium gründete der junge Marketing-Spezialist und Entrepreneur gemeinsam mit seinem Freund und Geschäftspartner, Giannis Paraskevopoulos, die Online-Plattform BRICKSPACES. Der 25-jährige Gründer und Geschäftsführer ist vor allem in der Planung und Durchführung von Marketingmaßnahmen sowie im Bereich Unternehmensentwicklung federführend. BRICKSPACES hat sich inzwischen als Marktführer im Bereich Kurzzeitmieten im deutschsprachigen Raum etabliert. Mit über 1.500 Flächen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden bietet die Online-Plattform ein einzigartiges Portfolio verschiedenster Locations. Mehr dazu findest du auf www.brickspaces.de

Mit Philip vernetzen: Xing / LinkedIn


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