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Jetzt SOFORT 6-stellig verdienen oder doch lieber authentisch bleiben?

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Verdienst du bereits mehr als 100.000 Euro im Jahr als Selbständiger? Warum nicht? Schließlich gibt es ein wachsendes Heer von Online-Marketing-Gurus die dir ein 6-stelliges Einkommen versprechen. Nicht erst in einem Jahr oder in zwei – sondern praktisch über Nacht. Und ohne großen Aufwand.

Die Angebote klingen verlockend: In ein paar kostenlosen Appetithappen wirst du im Internet angeteasert und dir ein geniales Rezept präsentierst, wie du zu deinem 6-stelligen Einkommen gelangst. Und nachdem dich der Verkäufer mit einer begnadeten Selbstdarstellung von seiner Formel überzeugt hat, heißt es die Kreditkarte zücken und mehrere 1.000 Euro zu investieren um schon bald viel mehr zurück zu bekommen.

Wieso zögerst du noch?

Online-Marketing-Gurus boomen gerade

Mal ehrlich: Mir geht diese Masche inzwischen tierisch auf den Keks. Ich bin absolut überzeugt, dass ein guter Coach mehrere 1.000 Euro wert ist und ich habe auch nichts gegen Online-Kurse. Doch die Masse an selbsternannten Experten, die seit ein paar Jahren aus dem Boden schießen und alle mehr oder weniger das gleiche anbieten, ist irrwitzig. Dabei scheinen viele vor allem Klone ihrer selbst zu produzieren.

Woher ich das weiß? Ich habe es selbst ausprobiert!

Ja, ich gebe zu: Ich habe letztes Jahr keine 100.000 Euro verdient. Wobei sich die Internet-Marketing-Gurus darüber ausschweigen, was sie eigentlich meinen: Umsatz? Unternehmensgewinn? Ausgezahltes Gehalt? Vor oder nach Steuern? Egal – das obliegt deiner Phantasie, solange dich die bloße Zahl nur ausreichend beeindruckt.

Und ich gestehe ebenfalls: Ich wollte es wissen! Was bekommst du, wenn du dich für ein solches Coaching anmeldest. Ich habe mich letztes Jahr für einen prominenten Anbieter entschieden, der bereits eine Weile aktiv am Markt ist und schon mal ein eigenes Online-Business groß gemacht hat, in dem es nicht um Online-Marketing ging. Zudem sind er und sein Team ausgekochte Verkäufer, die mich schon seit über einem Jahr immer wieder beackert haben. Dieses Verkäufer-Gen fehlt mir leider. Da dachte ich, kann ich was dazu lernen.

6-stellig verdienen im Praxistest

Das System funktioniert denkbar einfach:

  1. Du entwickelst ein Produkt, das ein möglichst spezifisches Ergebnis verspricht: Zum Beispiel ein 6-stelliges Einkommen in drei Monaten zu generieren.
  2. Du schreibst ein kostenloses E-Book, in dem du den Weg dahin skizzierst oder andere relevanten Tipps für deine Zielgruppe anbietest.
  3. Du bewirbst das E-Book ohne Bescheidenheit auf Facebook mit knackigen Sprüchen.
  4. Du sammelst die Kontaktdaten deiner Interessenten, die sich für den Download für deinen Newsletter registrieren müssen.
  5. Du bietest den Lesern deines E-Books eine kostenlose Beratungssession an.
  6. Du qualifizierst die Bewerber durch ein ausführliches Bewerbungsformular und ein kurzes Erstgespräch.
  7. Du verkaufst dein Produkt für einen mindestens 4-stelligen Betrag in den Beratungsgesprächen am Telefon.

Um es kurz zu machen: Das System funktioniert! All diese Schritte gehören zu den bewährten Methoden, die Online-Unternehmer in aller Welt zuverlässig für ihr Business einsetzen. Insofern du ein gutes Produkt hast und echten Mehrwert anbietest, kann ich nichts Negatives dagegen sagen.

Ich habe letztes Jahr meinen eigenen Online-Kurs entwickelt, um das System für mich zu testen – die Marken Meisterklasse. Es handelte sich um einen Intensiv-Kurs über 12 Wochen, in dem alles drin steckt, was ich über Markenbildung und Marketing weiß. Dazu gibt es das aus meiner Sicht beste Freebie, das ich bis jetzt geschrieben habe: Die 7 Todsünden im Online-Marketing.

Damit sollte das 6-stellige Einkommensziel für 2017 doch geritzt sein, oder?

Schema F für jeden

Es hätte ganz sicher klappen können. Aber ich bin kein abgebrühter Verkaufsprofi – da helfen auch ein paar Coaching-Sessions über Skype und ein paar Online-Videos wenig. Zwar habe ich durchaus gute Anregungen mitnehmen können, doch als es ans Eingemachte ging fühlte ich mich ziemlich allein gelassen.

Die Facebook-Anzeigen lieferten ziemlich maue Ergebnisse, obwohl ich sie live mit meinem Coach eingerichtet hatte. Für eine Korrektur und Überarbeitung war er leider nicht zu erwischen.

Neben der enttäuschend geringen Zahl von Neuanmeldungen erreichte ich auch kaum die richtige Zielgruppe. Die „Bewerber“ für die Beratungssession waren zu heterogen und nur wenige kamen wirklich für die Marken Meisterklasse in Frage.

Die persönlichen Einzelgespräche liefen zwar sehr gut und jeder Gesprächspartner war dankbar für die Anregungen. Doch am Ende auf eine Kaufentscheidung zu drängen und künstlichen Druck aufzubauen ist nicht mein Stil.

Und das war eigentlich das Schlimmste dabei: Es fühlte sich falsch an! Das war nicht ich. Das war nicht authentisch. Denn Teil des Experiments war, dass ich exakt nach der Vorgabe der Online-Marketing-Gurus vorgegangen bin. Und die geben dir sämtliche Texte, Layouts, Grafiken, etc. genau vor.

Benutze Schema F und nichts anderes – sonst bekommst du nicht das versprochene Ergebnis. Das war der Tenor.

Am Ende habe habe ich doch ein paar Marken Meisterklassen für je 2.000 Euro verkauft. Am erfolgreichsten war ich damit jedoch, als ich von Schema F abgewichen bin. Zum Beispiel als ich entgegen des eindringlichen Rats des Gurus Webinare angeboten habe.

Dennoch war die Marken Meisterklasse für mich kein Erfolgsmodell. Auch hier steckte zu viel Vereinheitlichung drin, was ich im Laufe des Programms gemerkt habe. Mit viel Einsatz konnte ich das Programm zwar so abschließen, dass es für jeden der Teilnehmer gepasst hat. Aber meinen Ansprüchen genügt das nicht. In dieser Form werde ich das Programm nicht noch einmal wiederholen.

Der Unterschied zwischen Masche und Strategie

Ungeachtet meiner Erfahrungen scheint das System weiterhin sehr erfolgreich zu verkaufen. Vielleicht verkaufen inzwischen auch andere schon die selbe Masche. Jedenfalls sind mir in den letzten Monaten erschreckend viele Dienstleister aus allen möglichen Brachen aufgefallen, die mit der selben Methode und den identischen Verkaufstexten auftreten.

Ein Coaching sollte Unternehmer befähigen, ihren eigenen Weg zu ebnen. Wenn dabei jedoch identische Klone produziert werden, ist das eine billige Masche, die sich schnell totlaufen wird.

Und dann? Dann brauchen die Kunden eine neue Masche, um wieder Umsätze zu generieren. Und einen Guru, der sie ihnen beibringt. Was für ein raffiniertes Geschäftsmodell.

Ich will für meine Kunden das Gegenteil:

Ich will, dass du deinen eigenen Weg findest. Dass du dich individuell und authentisch voll entfalten kannst – und dabei die Mittel nutzt, die dir liegen und die zu die passen. Es ist nicht verkehrt, sich bewährte Methoden abzuschauen und zu nutzen. Das Rad neu zu erfinden lohnt sich in der Regel nicht.

Aber doch bitte nicht 1-zu-1 zu kopieren! Du brauchst eine individuelle Strategie, die zu deinen Bedürfnissen passt und dich und deine Marke authentisch widerspiegelt. Nur so bist du in der Lage, dich dauerhaft zu etablieren. Und zu reagieren, wenn sich zum Beispiel die Rahmenbedingungen ändern.

Vielleicht klingt das nicht so sexy, wie ein 6-stelliges Einkommen über Nacht. Aber es macht den Unterschied zwischen einem erfolgreichen und selbstbestimmten Unternehmer – und einem Klon, dessen Geschäft wegbricht, sobald die Masche nicht mehr funktioniert.

Strategien, um kurzfristig Umsätze zu generieren, sind sehr nützlich. Doch darauf kannst du keine Marke errichten

Lass uns die Welt verändern!

Unterschrift Matthias Barth

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15 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Hallo Matthias, ich danke Dir für diesen tollen und ehrlichen Beitrag! Auch mir ist das Rezept, welches hier verkauft wurde augefallen und ich werde derzeit mit E-Mails bombadiert, dass ich das auch machen müsste!
    Wie Du schreibst, sind es immer mehr “Gurus” die auf diesen Zug aufspringen.
    Die Ratschläge werden auch immer besser: sie sagen, jeder kann das schaffen! Auch wenn er gar keine Expertise für gar nichts hat! Das Freebie, z.B. ein E-Book, kann man ja schreiben lassen, wenn man nicht selber schreiben kann! Wenn man nicht weiß worüber, dann hilft Google Adwords um beliebte Themen zu finden. Wenn man dummerweise von diesen Themen keine Ahnung hat, dann kauft man einfach die 5 beliebtesten Bücher (die findet man per Analyse bei Amazon) und schreibt einfach aus den Inhalten ein neues Buch! Toll!
    Das muss dann doch wohl auch ein Bestseller werden! Oder?
    Bleibt nur zu überlegen, ob der potenzielle Leser nicht eventuell merkt, dass er gar nichts neues liest.
    Und alles was wir dann weiter rausgeben muss hochpreisig sein!!!!!
    Denn nur durch einen hohen Preis signalisieren wir schon im Vorfeld Exklusivität und Qualität. Was nichts kostet, ist auch nichts!
    Boh! Wie machen wir es eigentlich selbst? Wie schnell kaufen wir teure Dinge? Eher nicht!
    Wie geht es bei den Modellen eigentlich weiter? Wenn nach dem kostenlosen Beratungsgespräch dann auch Taten folgen sollten?
    Ich glaube wie Du, dass man nur durch wirkliche Begeisterung für eine Sache und wirkliches Interesse an Kunden dauerhaft ein erfolgreiches Geschäft entsteht.
    Bitte verändere auch weiter die Welt!
    Liebe Grüße

    Antworten
    • Hallo Klaus,
      stimmt, das sind die allerbesten, die dazu aufrufen sich sein “Expertenwissen” irgendwo zusammen zu kopieren. Der Coach, den ich gebucht hatte, weist jedoch zumindest darauf hin, dass schon eine gewisse Expertise vorhanden sein muss und es darauf ankommt, seinen Kunden Mehrwert zu bieten.
      Ich hatte ein 4-Wöchiges Coaching gebucht, also ein relativ kurzes Programm. Bekommen habe ich drei Skype-Gespräche (insgesamt ca. 2 1/2 Stunden), ein paar Antworten per WhatsApp und Zugang zu ein paar Video-Serien. Letztere waren durchaus interessant und gut gemacht. Jedoch muss ich insgesamt leider sagen, dass sich sein Team mehr Mühe gegeben hat, BEVOR ich Kunde war.
      Liebe Grüße,
      Matthias

      Antworten
  • Hallo Matthias, oh ja – sie schwirren durch das Netz wie die Fliegen, die Gurus und Heilprediger des schnellen Erfolges. Eigentlich traurig. Auch wenn ich sagen muss, dass sie das wirklich gut machen. Gelegentlich habe ich auch schon mit dem Gedanken gespielt, einen solchen Test zu starten. Danke, dass Du das bereits gemacht hast und die Ergebnisse mit uns teilst. 🙂 Nachhaltiger Erfolg setzt auf mehr, als auf den schnellen Verkauf. Es geht um Vertrauen und eine langfristige Kundenbeziehung. Dass das auf diese Weise funktioniert bezweifle ich. Jeder Unternehmer sollte sich immer wieder nach der eigenen Vision und der eigenen Mission auseinander setzen. Wenn diese wirklich “nur” die schnelle Mark ist, ist Schema F vermutlich perfekt. Doch jede/r, der sich ernsthaft mit seinem Kunden und dessen Bedürfnissen auseinander setzen möchte um langfristig zu helfen, wird an genau diesem Punkt scheitern. Erfolg über Nacht braucht eben Zeit,… 😉

    Antworten
    • Hallo Sandy,
      danke dir für dein Feedback! Ja, so denke ich auch. Wenn man kritisch an die Sache ran geht, kann man bei so einem Experiment schon viel lernen. Aber die Versprechungen vom schnellen Geld erfüllen sich glaube ich für die wenigsten. Am erfolgreichsten fahren dabei Ende wahrscheinlich die skrupellosen und nicht die, die echten Mehrwert bieten wollen.
      Liebe Grüße,
      Matthias

      Antworten
  • Hallo Matthias,
    toller Artikel, du sprichst mir aus der Seele.

    Ich möchte auch gerne schnellen Erfolg haben und bekomme deshalb sehr viele dieser Werbeanzeigen geschickt (komisch 😉 ). Der Weg ist jedesmal derselbe und du hast ihn oben genau beschrieben. Eigentlich könntest du dafür jetzt auch Geld nehmen…

    Der eine Coach setzt auf Webinare, der andere auf eBooks. Aber am Ende ist die Strategie identisch.
    Ich stimme dir voll zu, dass ein Coaching sinnvoll ist. Auch der beschriebene Weg ist gut. Aber NIEMALS auf Kosten der Authentizität. So hat man vielleicht schnellen Erfolg, aber keinen langfristigen.

    Chris Guillebau hat es in seinem Freebie schön betitelt: “279 days to overnight success”. Es steckt halt doch Arbeit dahinter. Und die macht mir Spaß, weil ich viel selber lernen kann und nicht nur wiederkäue.

    Viele Grüße
    Stephan

    Antworten
    • Hallo Stephan,
      ich setze ja auch Webinare, E-Books, Videos und Co ein, um mögliche Kunden auf mich aufmerksam zu machen. Dagegen ist nichts einzuwenden. Ich lasse mich auch gerne von anderen inspirieren. Aber kopieren geht für mich gar nicht! Ich glaube zwar, das Ziel des Coachings ist “Fake it till you make it”. Aber ich sehe einfach zu viel Fake im Netz.
      Liebe Grüße,
      Matthias

      Antworten
  • Hey Matthias,
    schön, dass Du so offen über das Thema sprichst. Alleine zu sagen “Ich habe für so einen Guru Geld ausgegeben”, ist ja schon eine Art Offenbarung.
    Ja, ich habe es auch getan. Mich haben sie auch erwischt – und zwar nicht nur einer 😉
    Nicht für alle habe ich Geld bezahlt, aber es die ganzen Freebies ähneln sich schon sehr, die weitere Verkaufsmasche auch. Natürlich auch deren Aussage, dass sie sich natürlich von den anderen im Punkt XY abheben.
    Ich glaube, dass man dort durchaus viel lernen kann, auch wenn ich es nicht sehe in kürzester Zeit durch deren Methoden reich zu werden. Es hilft mir aber das eigene, bereits bestehende, Online-Business professioneller aufsetzen zu können.
    Freebies, Headlines, Funnel – all das ist wichtig und hilfreich.
    Übrigns sehe ich es nicht als Masche, sondern erkenne darin viel aus meiner früheren Tätigkeit im Vertrieb. Die dortigen Methoden werden auf das “neue” Medium angepasst, teilweise verbessert und dann eingesetzt.
    Darum glaube ich jetzt nicht, dass die Methode von heute morgen nichts mehr Wert ist.
    Den Kunden mit Geschenken gewinnen / Gruß aus der Küche locken, Vertrauen gewinnen, Kompetenz beweisen, Reziprozität, Verkaufstrichter – all das ist altbekannt und schon lange in Anwendung. Nur die Spielwiese ist eine andere.
    Die hohe Kunst ist aber das alles authentisch und flexibel anwenden zu können. Nur wer die Grundtechniken gut kennt und im Schlaf anwenden kann, ist in der Lage flexibel und selbstsicher auf die jeweilige Situation reagieren zu können.
    So gesehen bist Du (meiner bescheidenen Meinung nach) auf dem richtigen Weg: Techniken gelernt und auf Dich selbst angepasst! Da komme ich hoffentlich auch noch hin…
    Viel Erfolg dabei und viele Grüße
    Oli

    Antworten
    • Hi Oli,
      du hast Recht, die Methoden sind uralt und funktionierten schon lange vor dem Internet. Wer das erkennt und die Strategie dahinter sieht, kann sich auch authentisch und ehrlich vermarkten. Wenn du jedoch einfach nur die selbe Vorgehensweise 1-zu-1 kopierst – inklusive der Texte, Layouts und Bilder – ist das nur noch eine Masche. Wobei man dabei durchaus was lernen kann. Das ist aber auch der einzige dauerhafte Nutzen.
      Dir auch viel Erfolg!
      Matthias

      Antworten
  • Hallo Matthias,
    danke für deine offenen Worte! Ich verfolge deinen Blog seit Anbeginn und musste bei diesem Beitrag saftig schmunzeln, weil er mir aus dem Herzen spricht. Wie oft habe ich mich in der letzten Zeit gefragt, wo nur plötzlich diese ganzen Coaches herploppen. Liegt wohl daran, dass man an denen einfach nicht vorbei kommt, sobald man sich mit den Themen Gründung, Geschäftsidee oder -modell auseinandersetzt. So auch bei mir. Klar hat es mich neugierig gemacht und mein Postfach quillt über – sie ziehen schließlich alle Register! Aber weil sie das eben alle auf die gleiche Art machen und dabei so reißerisch vorgehen, hat mich das sehr schnell misstrauisch gemacht, irgendwas hat mich gestört. Ähnliches passierte mir auch mit den Bewerbungscoaches … herje, sollte man tatsächlich noch eine teuer erkaufte Ausbildung zur Bewerbungsfachkraft hinlegen? Wie erfrischend wäre einfach mal ein wenig mehr Ehrlichkeit im Umgang – Ehrlichkeit ist sexy!
    Ich finde jedenfalls die beschriebene Art zu verkaufen unangenehm und möchte so selbst auch gar nicht vorgehen, ich würde mich schäbig fühlen. Leider schadet es all denen, die eben nicht einfach nur irgendwas schnell und teuer verkaufen wollen. Und auf der anderen Seite wird es für den Interessenten immer mühseliger, das für sich passende Angebot zu finden. Kommt mir ein bisschen bekannt vor – in der Grafikbranche ist es ja leider ähnlich … aber jammern hilft natürlich niemandem, deswegen weitermachen mit Welt verändern und authentisch bleiben! 😃

    Liebe Grüße,
    Romy

    Antworten
    • Hallo Romy,
      man muss anerkennen, dass die Marketing-Maschinerie schon perfekt funktioniert. Auch ich bin oft neugierig und schaue gern mal, was dahinter steckt. Da kann man schon etwas von lernen. Und sei es nur, ein bisschen Bescheidenheit abzulegen und sein Licht nicht unter den Scheffel zu stellen.
      Liebe Grüße,
      Matthias

      Antworten
  • Hallo Matthias,
    wow, interessanter Selbstversuch! Ich habe mir auch schon das eine oder andere Mal überlegt, einem dieser Gurus auf den Zahn zu fühlen: Bei einem solchen “Garantiert-erfolgreich-und-hammer-Umsatz”-Kurz anmelden und schauen, was wirklich dahinter steht. Nur war es mir jedes Mal leid um mein Geld.

    Ich glaube aber, dass wir diesbezüglich etwas differenzieren müssen. Ein paar große Damen und Herren aus dem Online-Business haben es wirklich geschafft, ihre Nischen zu besetzen und glaubwürdig ihr Wissen zu kommunizieren. Ein solchen Online-Business kann also funktionieren. Aber sie berichten selbst, dass es eine Menge Arbeit ist, um dort hinzukommen und erfolgreich zu bleiben.

    Auf der anderen Seite stehen dann eben diese unglaubwürdigen Gurus, die alle mit der gleichen Werbemasche den großen Umsatz und passives Einkommen versprechen … alle mit dem gleichen Rezept: Freebie … Webinar … und dann das hochpreisige Angebot. Inhalte? Egal, hauptsache das Thema verkauft!

    Das Vorgehen an sich ist ja nicht mehr neu, nur eben auf die Online-Art pervertiert. Das Vertrauen der Kunden zu gewinnen um zu verkaufen, Verkaufstrichter (neudeutsch SalesFunnel) etc. sind ja legitime Vertriebs- und Werbemaßnahmen, die schon seit langer Zeit funktionieren.

    Meines Erachtens werden diese Gurus früher oder später wieder in der Versenkung verschwinden und ggf. wieder mit einem anderen Thema auftauchen, um weiter abzuzocken.

    Für mich persönlich ist wichtig, dass wir als Unternehmer hinter unserem Angebot stehen, dieses mit Expertise begründen können, unser Wissen verbreiten und zu jedem Zeitpunkt authentisch sind. Ich habe für mich erkannt, dass ich gar kein reines Online-Business will – mir fehlt dabei der persönliche Kundenkontakt. Eine gesunde Mischung aus persönlichen Beratungen sowie Seminaren UND Online-Kurseinheiten ist der Weg, den ich gehen möchte und werden.

    Interessant ist diesbezüglich auch, dass ich jetzt immer wieder lese, dass auch Größen aus dem Onlinebusiness wieder den persönlichen Kontakt zu ihren Kunden suchen und vom 100%-Onlinebusiness abweichen.

    Liebe Grüße,
    Thomas

    Antworten
    • Hallo Thomas,
      ich möchte auch gar nicht die Schnell-viel-verdienen-Gurus mit den zahlreichen Kollegen in einen Topf werfen, die seriöse Angebote online vermarkten. Aber es ist schwierig, zu differenzieren, wer wirklich Substanz dahinter hat und wer eine Mogelpackung. Ich habe auch bei meinem Coach viele interessante Sichtweisen gelernt und er hat zum Teil gute Argumente. Aber ich muss sie nicht alle teilen. Vor allem die vollkommen unauthentische und auch unehrliche Verkaufsmasche missfällt mir und ist keine Basis für ein dauerhaft erfolgreiches Business.
      Liebe Grüße,
      Matthias

      Antworten
  • Habe als Konsument da auch schon ähnliche Erfahrungen gemacht. Vor allem wenn der Super Sonderpreis von nur 6000 Euro für das Coaching was einem am Telefon angeboten wird, dann wenige Tage später in einem VIP Tag (an dem ich teilnahm) für 1000 Euro weniger angeboten wird. Oder man besucht quasi einen Online-Kurs und dann wirbt derjenige damit dass er mit Dir als Kunde in eben diesem Kurs nur 20 Min. Aufwand hat. Diese telefonischen Strategiegespräche hatten bisher einen Nutzen von NULL. Außerdem sollte man auch offen kommunizieren, dass jeder Online Kurs erstmal erstellt werden will, was Zeit, Mühe, Wissen und Geld braucht. Und der Punkt Werbung, gerade wenn man seine Emailliste noch aufbaut, ist finanziell auch nicht gerade einfach zu stemmen. Genau wie die ganzen Softwarelösungen, die man ggf. monatlich mieten muss. Ich bin letztes Jahr bei einer großen weiblichen Person sehr auf die Nase gefallen. Nach vorne hui, von innen pfui. Ich bleibe skeptisch bei dem Thema, freue mich aber natürlich wenn andere damit Erfolg haben.

    Antworten
  • Hallo, ihr sprecht mir alle aus dem Herzen! Das bestätigt mich auch wieder darin, einerseits von dem Marketing-Wissen zu lernen und es anzuwenden, andererseits aber nicht alles direkt zu übernehmen. Und jeder, der langfristig und nachhaltig erfolgreich ist, sagt von sich selbst, dass es eine Menge Arbeit war und ist, dahin zu kommen. Die inhaltliche Basis sollte zudem definitiv stimmen.

    Antworten

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