Markentreibstoff

Kennen Sie DAS Erfolgskriterium für die eigene Website?

4 Kommentare

Unendliche Weiten – unbegrenzte Möglichkeiten – unvorstellbare Reichweite – Kunden zum Greifen nah! Kein Wunder, dass jedes neue Unternehmen in diesem riesigen Kosmos namens Internet seinen Claim abstecken möchte: mit einer eigenen Website.

Aber bevor Sie begeistert Ihre eigene Webseite zusammenbasteln, möchte ich Ihnen eine Frage stellen:

Was wollen Sie überhaupt im Internet?

Kunden gewinnen natürlich“ werden Sie vielleicht empört ausrufen! Aber so einfach ist es leider nicht. Nur weil Sie eine eigene Website einrichten kommen die Kunden schließlich nicht von allein. Bevor die Kunden Kunden werden, müssen Sie Ihre Website erst einmal finden. Dann müssen die Noch-nicht-Kunden auf Ihrer Website das finden, was sie suchen. Und zu guter Letzt irgendwie zu Kunden werden, indem sie etwas kaufen.

Sie brauchen also eine Kette von Aktionen, in der die eigene Website nur ein Bestandteil ist. Keine Website, auch nicht ein Online-Shop, schafft diese ganze Strecke im Alleingang. Um gefunden zu werden braucht es Suchmaschinen, soziale Netzwerke und andere externe Quellen. Unabhängige Berichterstattungen, Rezensionen und Empfehlungen fördern das Vertrauen in Ihr Angebot. Gelingt das, können Sie Ihre Nutzer zu einer bestimmten Handlung animieren. Vor diesem Hintergrund möchte ich meine Frage noch einmal anders stellen:

Welche Aufgabe soll Ihre eigene Website erfüllen?

Eine Webseite ist ein Marketing-Instrument, wie jedes andere auch. Sie muss ein gewünschtes Ziel erfüllen und das möglichst so gut, dass sich die Kosten für die Seite auch rechnen. Wenn das nicht der Fall ist, können Sie sich die Website auch sparen. Nirgendwo steht geschrieben, dass ein Unternehmen unbedingt eine Website braucht, auch wenn immer so getan wird als ob.

Ein Freund von mir ist Webdesigner. Er gewinnt seine Kunden über Empfehlungen. Eine eigene Website? Braucht er nicht. Auch ein Einzelhändler in guter Lage mit viel Laufkundschaft braucht möglicherweise keine Website.

Ich glaube, es gibt sogar sehr viele Unternehmen, die könnten sich ihre Website glatt sparen. Zumindest lässt die Qualität der Webauftritte das vermuten. Das Hauptproblem dieser Seiten ist, dass sie kein erkennbares Ziel haben.

Dabei ist es relativ einfach, denn es gibt nicht allzu viele Ziele, denen eine Website dienen kann. Sie haben die Wahl zwischen:

1. Ein Produkt oder eine Dienstleistung verkaufen

Die Website animiert den Nutzer zum Kauf, indem sie ihn von dem Mehrwert des Produkts überzeugt. Entweder bestellt er gleich online oder stellt auf anderem Wege eine Anfrage.

2. Informieren und aufklären

Informationsseiten stellen den Nutzern wertvolles Wissen bereit und fördern so den Experten-Status des Anbieters. Ausserdem können sie eine hohe Reichweite durch gute Suchmaschinen-Platzierungen und großes Feedback in Sozialen Netzwerken erzielen.

3. Kundenservice und Support anbieten

Diese Websites dienen vor allem der Kundenpflege, indem sie Serviceleistungen direkt online bereit stellen. Die Unternehmen können damit außerdem die Kosten für den Service senken, zum Beispiel beim Online-Banking.

4. Das Image des Unternehmens fördern

Vor allem große Konzerne setzen bei Ihren Internetseiten ihren Schwerpunkt auf Imagepflege, indem sie Meilensteine, Leistungsfähigkeit und soziales Engagement in den Vordergrund rücken. Dass dieser Ansatz aber auch für kleine Unternehmen attraktiv sein kann, hat zum Beispiel Bionade mit seiner Kampagne für eine bessere Welt vorgemacht. Anstatt direkt für das Produkt zu werben, hat der Hersteller auf seiner Website zu Stillen Taten aufgerufen, mit denen jeder einen kleinen Beitrag zur Weltverbesserung leisten konnte. Leider gibt es die Website nicht mehr, Bionade ist ja auch längst kein Start-up mehr.

5. Unterhaltung

Youtube, MyVideo, Browsergames, heftig.co und Co. dienen in erster Linie der Unterhaltung. Dabei geht es vor allem darum, hohe Besucherzahlen zu erreichen, dank derer sich die Werbeanzeigen bezahlt machen.

6. Austausch zwischen den Nutzern und Aufbau einer Community

Hierzu zählen die Sozialen Netzwerke, Chat-Plattformen und Foren. Aber natürlich können alle Websites durch Engagement in Sozialen Netzwerken, Blogs und Newsletter-Funktionen um eine Community-Komponente ergänzt werden.

7. Suchmaschinen

Suchmaschinen, Branchenverzeichnisse und andere Seiten, die helfen, ein gewünschtes Thema zu finden. Je nach Sichtweise kann man hier auch Vergleichsportale einordnen, auch wenn die gleichermaßen auf den Verkauf ausgelegt sind.

Damit haben Sie sieben verschiedene Ziele für Ihre eigene Website zur Auswahl. Mehr gibt das Internet in seiner heutigen Form nicht her. Zugegeben, bei den meisten Websites handelt es sich um Mischformen, aber jede Website sollte einen Schwerpunkt haben.

Stellen Sie sich vor, wie eine passende Seite zu den oben genannten Zielen aussehen würde. Jede dieser Seiten hätte eine komplett anderes Konzept. Hier sind drei Beispiele bekannter Websites, bei denen die Unterschiede sehr eindeutig sind:

Website von General Electrics
Image-Website von General Electrics
Website der Gründerszene
News und Infos der Gründerszene
Website von Yes Motorsport
Der Yes-Roadster sucht Käufer

Warum ist das Ziel einer Website so wichtig?

Das Ziel ist das wichtigste Erfolgskriterium Ihrer Website. Es gewährleistet, dass Sie Ihren Nutzern genau den Mehrwert bieten können, den sie suchen. Wenn ein Besucher nicht auf den ersten Blick findet wonach er sucht, ist er innerhalb von Sekunden wieder weg. All die Mühe ihn auf Ihre Seite zu ziehen war vergebens.

Wer im Internet etwas sucht hat eine bestimmte Erwartungshaltung. In seinem Kopf schwirren eine Reihe von Suchbegriffen, nach denen er eine Website scannt. Währenddessen verarbeitet sein Unterbewusstsein den optischen Eindruck und gibt ihm ein Bauchgefühl, ob es sich lohnt länger zu verweilen. Oder nicht.

Laut einer Studie der Missouri University of Science and Technology haben Sie gerade mal 2,6 Sekunden, um Ihre Besucher zu überzeugen. Es gibt sogar Studien, die von noch kürzeren Zeiten sprechen.

Wie dem auch sei, Ihnen bleibt nur ein Augenblick um Ihre Besucher von der eigenen Website zu überzeugen. In dieser Zeit kann sich der Nutzer kaum mit dem konkreten Inhalt auseinander setzen. Er muss in dieser kurzen Zeit das Gefühl bekommen, hier richtig zu sein. Auch wenn es Ihre eigene Webseite ist, geht es auf der Seite nicht um Sie. Es geht um den Mehrwert, den Sie Ihren Besuchern bieten können. Um ihm den geben zu können, sollten Sie sich ganz genau über Ihre Ziele im klaren sein und ihm die passende Botschaft präsentieren.

Neun Tipps um die Besucher der eigenen Website zu fesseln

Sie haben Ihr Ziel vor Augen? Großartig! Dann können Sie anfangen, Ihre Seite zu planen und zu gestalten! Wie Sie gerade gelernt haben, bleibt Ihnen kaum Zeit, Ihre Besucher einzufangen. Damit das gelingt, kommt es auf diese neun Faktoren an, in chronologischer Reihenfolge:

1. Kurze Ladezeiten

Der erste wichtige Tipp ist technischer Natur: wenn Ihre Seite zu lange lädt, verlieren viele Nutzer bereits die Geduld, bevor überhaupt etwas auf dem Bildschirm erscheint. Die Technik muss also stimmen.

2. Übersichtliches Layout

Gute Bilder zeigen Wirkung. Auch das Layout selbst wird als Bildkomposition betrachtet. Achten Sie deshalb auf eine möglichst ansprechende, übersichtliche Gestaltung. Vor allem Logo, Navigation und Hauptteil sind wichtige Orientierungspunkte und sollten klar gegliedert und erkennbar sein. Beschränken Sie sich auf möglichst wenige Elemente.

3. Farben und Bilder

Mit einem ansprechenden Farbklima und Bildern können Sie eine emotionale Stimmung erzeugen, die Ihre Nutzer auf die Inhalte einstimmt. Setzen Sie diese Stilmittel sehr bewusst ein, auch um die Blickrichtung des Betrachters zu steuern.

4. Gute Typographie

Die Typographie ist zwar Teil des Layouts, hat aber eine Sonderstellung. Noch bevor der Nutzer den Text liest, scannt er mit den Augen die Textmenge ab und überprüft sie auf Lesbarkeit. Achten Sie daher auf gut leserliche Schriften, angenehmen Kontrast und großzügige Zeilenabstände. Gliedern Sie lange Texte durch häufige Umbrüche und Zwischenüberschriften.

5. Mehrwert, Mehrwert, Mehrwert

Jetzt erst beschäftigt sich Ihr Besucher mit den Inhalten. Die erste Botschaft, die Ihn interessiert, ist der Mehrwert, den Sie ihm bieten können. Bringen Sie den genau auf den Punkt. Denken Sie bei der Formulierung auch an die Schlagwörter, die er im Kopf hat. Verwenden Sie einfache Stilmittel, um gute Texte zu schreiben.

Verzichten Sie auf lange Beschreibungen von Produktmerkmalen, Dienstleistungen und Selbstbeweihräucherung. Orientieren Sie sich in allen Aussagen am Nutzen für den Leser.

6. Einfache Struktur

Achten Sie auf eine möglichst einfache Struktur Ihrer Website. Wenn Sie sich auf ein Ziel konzentrieren, brauchen Sie nicht viele Unterseiten. Kürzen Sie alle Inhalte zusammen, die mit Ihrem Ziel nichts zu tun haben.

Führen Sie Ihren Nutzer aktiv durch die Seite, indem Sie ihm Links zum Weiterlesen an den passenden Stelle anbieten.

7. Teilen Sie Ihre Website nach Zielgruppen auf

Möglicherweise haben Sie sehr unterschiedliche Zielgruppen, die Sie mit Ihrer Website ansprechen wollen. Zum Beispiel Firmenkunden und Privatkunden. Vermischen Sie diese Gruppen nicht.

Teilen Sie Ihre Website lieber in getrennte Bereiche auf, in denen es für jede Zielgruppe eine eigene Startseite (Landingpage) gibt. Wenn die Unterschiede sehr groß sind, macht es sogar Sinn, für jede Zielgruppe eine eigene Website zu erstellen.

8. Vergessen Sie nicht den Next Step

Vergessen Sie über all dies nicht das Wichtigste: Ihr Ziel! Was wollen Sie von Ihrem Nutzer?

Soll er etwas bestellen? Einen Newsletter abonnieren? Kontakt aufnehmen? Bitten Sie Ihre Besucher ausdrücklich um eine konkrete Aktion! Viele denken, die bloße Existenz einer Kontaktseite reicht aus.

Sie erzielen aber viel bessere Ergebnisse, indem Sie Ihre Nutzer freundlich dazu auffordern, den nächsten Schritt zu gehen. Erklären Sie ihnen, wie der nächste Schritt aussieht und welchen Nutzen Ihre Besucher davon haben. Bauen Sie Kontakthemmungen ab, indem Sie Garantien, Unverbindlichkeit, Null-Risiko oder andere Beruhigungsmittel einsetzen.

9. Erfolg messen und optimieren

Nutzen Sie Analyse-Tools um den Erfolg der eigenen Website zu messen. Mit diesen Daten können Sie Ihre Website nach und nach immer weiter optimieren. Ihre Website sollte wie Ihr Unternehmen immer im Wandel sein. Perfektion in Vollendung gibt es nicht.

10. Legen Sie noch ein Extra obendrauf

Überraschen Sie Ihre Besucher mit einem Extra, das sie nicht erwartet haben. Und sei es nur ein zehnter Punkt in einem Neun-Punkte-Plan.

Ich hoffe dieser Artikel hilft Ihnen dabei, die Ziele für Ihre eigene Website fest zu legen und den Aufbau zu planen. In meinem nächsten Artikel geht es um die Frage aller Fragen im Internet: Wie werde ich im Netz überhaupt gefunden?

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Viel Erfolg mit Ihrer Website und bis bald!
Ihr Matthias Barth

Was sind Ihre Erfahrungen im Netz? Haben Sie schon eigene Websites erstellt? Schreiben Sie mir Ihre Kommentare und Fragen!

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4 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Wieder mal ein sehr gelungener Artikel! Bei Punkt 7 „Suchmaschinen“ hast du aber den Text vergessen 😉

    Antworten
    • Danke Dir! Eine Erklärung hielt ich da für überflüssig. Aber ein zusätzlicher Absatz wäre gut, damit man das auch erkennt. So ist das keine gute Typo …

      Antworten
  • Ehrlich gesagt finde ich es so nicht besser. Ich würde wenigstens eins, zwei Sätze dazu schreiben.
    Es ist besser, wenn zu jedem Punkt etwas steht. 🙂

    Antworten

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