Markentreibstoff

Diese 7 Ausreden kosten Sie bares Geld!

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Erinnern Sie sich noch an das Online-Marketing-Märchen? Heute möchte ich Ihnen einen neuen Charakter vorstellen. Einen Untoten, der schon viele Male für beerdigt erklärt wurde und doch quicklebendig ist:

Die gute alte Email.

Wenn es einen heiligen Gral gibt, der Ihnen Ruhm, Reichtum und ewiges Leben schenkt, so kommt Ihre Email-Liste dem am nächsten. Ohne sie macht Content Marketing einfach keinen Sinn. Dabei wird sie oft mit dem hässlichen Begriff Newsletter geschmäht.

Ja, das Wort Newsletter klingt nicht weltverändernd. Und dennoch: Eine gute Email-Liste ist in der digitalen Welt Ihr größter Schatz.

Warum Email-Marketing auch 2015 effektiv ist

Schon seit Jahren proklamieren Schwarzseher den nahen Tod der Email, wahlweise durch Social Media, Messenger-Systeme oder Spam. Das mögen gute Argumente sein und doch besitzt fast jeder mindestens einen Email-Account. 2013 gab es weltweit 3,6 Milliarden Accounts – und bis 2016 soll diese Zahl auf 4,3 Milliarden wachsen (s. 25 beeindruckende Email-Fakten auf t3n).

Untergang sieht anders aus.

Aber nicht die Masse macht es. Es gibt gute Gründe, weiterhin an die Zukunft der Email-Liste zu glauben:

Freie Gestaltung

Es ist das einzige Online-Medium, über das Sie Ihre Zielgruppe minutengenau mit selbstgestalteten Inhalten kontaktieren können.

Eigentum

Ihre Email-Liste gehört Ihnen. Kein Facebook, Google oder Twitter kann Ihnen dazwischengrätschen und Ihre Nachrichten aussortieren. Und Sie dann zur Kasse bitten, damit Ihre Inhalte doch angezeigt werden.

Unabhängigkeit

Sie können Ihre Liste auch jederzeit von einem zum anderen Anbieter umziehen, wenn Ihrer plötzlich die AGB ändert. Versuchen Sie das mal mit Facebook.

Vertrauen

Sie bauen damit Vertrauen bei Ihren Lesern auf. Meine eigene Email-Liste ist mit 133 Lesern noch sehr klein. Aber das sind 133 ganz reale Menschen, die meine Beiträge verfolgen und denen ich einen Mehrwert schenken kann! 133 ganz reale Menschen aus meiner Zielgruppe wohlgemerkt. Das nennt man dann klein, aber oho.

Effektivität

Email-Marketing wird auch von den meisten Firmen als der effektivste Marketing-Kanal bewertet.
Email-Liste: ROI-Grafik zeigt Email auf Platz 1
(Quelle: https://econsultancy.com/blog/64614-email-remains-the-best-digital-channel-for-roi/)

Akzeptanz

Trotz aller Email-Flut schätzen Kunden bis heute gut gemachte Newsletter mit Mehrwert – und kaufen von Anbietern, denen sie vertrauen. Mit 71 % ist die Email nach dem Besuch des Online-Shops der beliebteste Weg, auf dem sich Kunden über Angebote informieren:

Grafik: Email-Liste beliebtestes Informationsmedium nach Website
(Quelle: https://www.newsletter2go.de/docs/E-Mail-Marketing-Whitepaper-2014.pdf)

Kontakt halten

Und auch nach dem Kauf bleiben Sie via Email in Kontakt.

Kosten

Es kostet Sie fast nichts.

Warum verzichten trotzdem so viele Gründer auf Email-Marketing?

Diese Frage habe ich mir in letzter Zeit oft gestellt.

Erst neulich musste ich Steffen, einen treuen Leser und noch besseren Freund, davon überzeugen, dass wir unbedingt eine Email-Liste aufbauen müssen.

Einige Argumente dagegen liegen mir gut im Ohr. Andere kann ich mir nur denken. Hier sind die häufigsten Einwände Ausreden. Und Tipps, diesen zu begegnen:

Ausrede 1: Eine Email-Liste beginnt bei null

Der Einstieg ist leider hart. Mein erster Newsletter ging an 10 Personen. Ausschließlich Freunde und ehemalige Kunden, die sich dafür interessiert haben, was ich jetzt mache – und auch das Formular ausgefüllt haben.

Ich habe nicht einfach mein Adressbuch importiert, Adressen gekauft oder mit schmutzigen Tricks meine Email-Liste gepusht. Und das sollten Sie auch nicht!

Tipp: Schreiben Sie lieber an eine kleine Liste hochwertiger Kontakte, anstatt Ihre Email-Liste mit nutzlosen Adressen aufzublähen.

Ausrede 2: Was kann ich schon regelmäßig Neues bieten?

Das ist in der Tat eine schwere Frage. Ein guter Newsletter hat nichts mit Werbung zu tun. Er ist ein kostenloses Angebot an Ihre besten Kunden und sollte einen entsprechenden Nutzen bieten. Fragen Sie sich daher, welche Belohnung Sie Ihren treuesten Kunden regelmäßig bieten können. Stricken Sie auf dieser Basis Ihr Konzept.

Tipp: Ihre Abonnenten sollten Ihre höchste Priorität haben. Aus diesem Grund erfahren meine Leser immer als erste von neuen Artikeln, und ich versuche die Emails immer wieder mit Zusatzinformationen anzureichern – wie letzte Woche mit kostenlosen Tickets für die Aufschwung-Messe in Frankfurt.

Ausrede 3: Aber Newsletter landen bei mir immer im Papierkorb!

Ja, bei mir auch. Das gilt zumindest für all die nutzlosen Werbemailings, die jeden Tag ungefragt im Postfach landen. Dennoch gibt es eine Hand voll Newsletter, die ich regelmäßig gerne lese und aufbewahre.

Tipp: Lassen Sie Ihren Newsletter nicht nach Werbung aussehen. Ich bevorzuge eine einfache Gestaltung und experimentiere seit kurzem mit einem Artikelbild in der Kopfzeile. Auf die Statistik hat das bislang kaum Auswirkungen. Viele Blogger verzichten auch ganz auf eine Gestaltung und lassen den Newsletter wie eine normale Email aussehen. Je nach Branche und Zielgruppe hat beides seine Vor- und Nachteile.

Fakt: Mein eigener Newsletter wird in der Regel von 45 bis 54 % meiner Leser geöffnet. Das ist viermal so hoch wie der Branchen-Durchschnitt von 12,8 %. 21 bis 25 % klicken auch auf die Links.

Grafik: Newsletter Email Öffnungsquote 48,8%, Klickrate 24%

Ausrede 4: Warum sollte sich jemand in meine Email-Liste eintragen?

Gute Frage! Die müssen Sie Ihren Website-Besuchern überzeugend beantworten. Eine einfache Aufforderung sich anzumelden, reicht nicht. Zeigen Sie Ihren Lesern daher, welchen Nutzen Sie davon haben.

Tipp: Ein gutes Willkommens-Geschenk kann Ihnen viele Abonnenten einbringen. Mein E-Book So klappt’s auch mit dem Kunden hat bisher fast ausschließlich positives Feedback bekommen. Theoretisch könnten Leser sich auch nur anmelden, um an das E-Book zu kommen und sich gleich wieder abmelden. Das kommt aber kaum vor.

Ausrede 5: Aber das ist verdammt viel Arbeit!

Ja, ist es. Jede Form von Content Marketing ist mit Arbeit verbunden. Dafür sind die externen Kosten relativ gering.

Tipp: Wenn Sie nach Abkürzungen suchen, sollten Sie sich das mit der Selbstständigkeit noch einmal überlegen.

Ausrede 6: Ich möchte nicht aufdringlich sein

Diese Ausrede kenne ich aus eigener Erfahrung. Ich wollte auch nur dezent auftreten und habe mein Anmelde-Formular für den Newsletter lediglich sporadisch eingesetzt. Das ist totaler Quatsch! Sie bieten Ihren Lesern einen Mehrwert und ein Service-Angebot, das sie nutzen können. Dafür brauchen Sie sich nicht zu schämen.

Tipp: Platzieren Sie Ihr Anmeldeformular prominent und auf Ihrer Startseite sowie überall dort, wo sich Ihre Leser im Detail informieren. Und zwar vom ersten Tag an! Wenn ich das die ersten Monate auch gemacht hätte, wäre meine Email-Liste schon um einiges größer! Schön blöd!

Ausrede 7: Ich habe Angst vor schlechtem Feedback

Diese Ausrede fällt meist im Zusammenhang mit Social Media, aber für die Email gilt natürlich das Gleiche. Manchmal gefällt den Leuten nicht, was Sie schreiben. Aber das ist okay, Sie können und müssen es nicht jedem recht machen. Ihr Ziel ist es, Kontakt mit den Menschen zu halten, mit denen Sie gemeinsame Werte verbinden.

Tipp: Letzte Woche habe ich einen groben Fehler gemacht: Die Links in meiner Email haben nicht funktioniert. Ich musste noch einen zweiten Newsletter mit korrigierten Links schicken. Prompt haben sich drei Abonnenten innerhalb von Minuten abgemeldet.*

Email-Liste: 3 Unsubscribes nach fehlerhaftem Newsletter

Das hat mich ziemlich überrascht, ist aber gut so! Ich möchte eine gesunde Email-Liste mit vielen interessierten und aktiven Lesern. Für dieses Ziel ist es gut, wenn sich Menschen wieder abmelden, die sich fehl am Platz fühlen. Ich möchte ja helfen, nicht nerven.

Newsletter-Abmeldungen halten Ihre Email-Liste schlank und wertvoll!

Konnte ich Ihnen helfen?

Haben Sie schon Erfahrungen mit Email-Marketing? Haben Sie Fragen? Dann freue ich mich auf Ihr Feedback als Kommentar! Und wenn Sie wollen – und nur wenn Sie es wirklich ernst meinen – tragen Sie sich in meine Email-Liste für Weltveränderer ein.

Und dann?

Lassen Sie uns die Welt verändern!
Unterschrift Matthias Barth

 

* Schlimmer als die Abmeldungen war übrigens, dass weniger Leser auf meine Webseite kamen. Die zwei Emails haben bei einigen Lesern wohl für Verwirrung gesorgt. Tut mir wirklich leid!

War heute alles klar?
Ich freue mich auf Ihre Kommentare!

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6 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Hallo Herr Barth,

    vielen Dank für die praktischen Informationen, auf die ich über Ihren Link in dem Founder-XING-Gruppenbeitrag (mein kleiner Beitrag zu Feedback, woher Ihre Links kommen 🙂 gestoßen bin.
    Ich stimme Ihnen voll zu, dass die Anzahl der Abonnenten (wie meiner Meinung nach auch der Kunden) zweitrangig ist. Wichtig (zumindest für mich) ist dass das Volumen dem entspricht, was ich (sehr gut) leisten kann und das für das gewünschte Auskommen (auch im Sinne von Einkommen) ausreicht.
    Wenn Ihre 133 Kunden gleichzeitig meine Leistungen abrufen würden, könnte ich nicht liefern und wäre bald weg vom Fenster.
    Insofern werde ich Ihre Anregungen und Ideen gerne für mich prüfen und bei Bedarf einsetzen.
    Weiterhin viel Erfolg und gute Geschäfte wünscht Ihnen
    Lutz Thiel

    Antworten
    • Hallo Herr Thiel,
      danke für die Bestätigung. 133 Abonnenten bedeutet aber (zum Glück) nicht 133 Kunden auf einmal. Nur ein paar sind tatsächlich Kunden. Der Rest lediglich Interessenten. Ich freue mich jedes mal über Anregungen, weil ich daraus etwas lernen kann und besser auf den Bedarf meiner Leser eingehen. Wenn sich tatsächlich alle gleichzeitig melden würden um mich zu beauftragen, müsste ich mich auch klonen lassen 😉
      Beste Grüße, Matthias Barth

      Antworten
  • Hallo Herr Barth,
    vielen Dank für die Informationen.
    Sie beschreiben es so wie es ist und aus der Praxis. Ich bin noch nicht so weit mit meinem Onlinehandel aber die E-Mail halte ich auch für sehr wichtig. Allerdings muss da auch gute Arbeit reingesteckt werden.
    Auch Ihre andere Art. gefallen mir, sehr nützlich und Praxisnah.
    Beste Grüße
    Joseph Mautes

    Antworten
    • Hallo Herr Mautes,
      vielen Dank! Ich wünsche Ihnen viel Erfolg mit Ihrem Online-Shop. Lassen Sie mich wissen, wenn die Seite an den Start geht. Ich würde sie mir gerne ansehen.

      Herzliche Grüße,
      Matthias Barth

      Antworten
  • Avatar
    Uli Berndt
    27. Mai 2015 10:38

    Hallo Herr Barth,
    welches Newsletter System nutzen sie ?

    Viele Grüße

    Uli Berndt

    Antworten
    • Hallo Herr Berndt,
      ich nutze Mailchimp. Es ist relativ leicht zu bedienen und bis 2000 Abonnenten kostenlos nutzbar. Gerade für den Anfang kann ich das daher empfehlen. Und wenn Sie mit der Erfahrung fest stellen, dass Ihnen eine wichtige Funktion fehlt, können Sie die Adressen auch exportieren und zu einem anderen Anbieter wechseln.
      Beste Grüße,
      Matthias

      Antworten

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