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Werde zum Networking-Helden und spinne dein eigenes Netzwerk

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[Zero-Budget-Marketing Teil 3]

Networking ist für mich einer der ganz großen Erfolgsfaktoren für Unternehmer. Es kostet praktisch nichts, außer Engagement. Und du kannst durch Networking alle Ressourcen gewinnen, die du für dein Startup brauchst.

Das ist an sich nichts Neues. Jeder Mensch hat sein eigenes Netzwerk aus Partnern, mit denen er zusammenarbeitet. Networking ist daher das wichtigste Ziel zahlloser Messen, Veranstaltungen und Kongresse zu allen nur erdenklichen Themen. Nur kosten diese Events oftmals happigen Eintritt – und führen noch dazu oft zu erheblichen Reisekosten.

Heute möchte ich dir deshalb zwei alternative Wege vorstellen. Sie unterscheiden sich zwar im Ansatz, das Ziel aber das gleiche: Dein eigenes Netzwerk zu gründen. Damit ist Networking Schwerpunkt im 3. Teil meiner Reihe über Zero-Budget-Marketing. Hier geht es zu den ersten zwei Teilen:

Teil 1: Marketing-Ideen für 0-Euro Teil 2: Online-Marketing ohne Tricks

Gründe dein eigenes Netzwerk

Wenn du meinen Blog schon länger kennst, weißt du, dass ich Vorstand des Gründungsengel e. V. bin. Die Idee hinter dem Verein ist so einfach wie bestechend:

Warum nicht ein Netzwerk gründen, in dem die besten Dienstleister aus verschiedenen Branchen gemeinsam ihre Kräfte bündeln, um Gründern einen perfekten Start zu ermöglichen.

 

Das Neue an der Idee ist, dass wir das Networking professionalisieren wollten. Mit einem gemeinsamen Auftritt, eigenem Marketing und Projektmanagern, die bei Bedarf große Projekte koordinieren und die Abstimmung zwischen den Dienstleistern übernehmen.

Eine Art Agentur 4.0 also – ein Netzwerk aus einzelnen Playern, die mehr sind, als die Summe ihrer Teile. Bei Bedarf skalierbar, ohne großen Verwaltungs-Overhead. Dass das Ganze ein Verein werden würde, ist aus praktischen Überlegungen entstanden: Die Gründungsformalitäten sind überschaubar, das Risiko ist gering und das Management in der Satzung klar geregelt.

Im April haben wir den Verein mit sieben Dienstleistern ins Leben gerufen. Seitdem sind noch ein halbes Dutzend hinzugekommen, einige weitere stehen auf der Warteliste. Hier findest du die Geschichte der Gründungsengel zum nachlesen.

Networking bei den Gründungsengeln: So macht die Arbeit Spaß

Networking bei den Gründungsengeln: So macht die Arbeit Spaß

Aus großer Kraft folgt große Verantwortung

Dieses Zitat aus Spiderman passt gut zur aktuellen Situation, in der der Verein jetzt ist. Natürlich ist nicht alles eitel Sonnenschein. Der Verein ist letztendlich selbst ein Startup, das neue Wege geht. Und oft genug müssen wir unseren Weg noch suchen.

Als Vorstand sehe ich mich auf einmal mit Aufgaben konfrontiert, mit denen ich vorher nicht gerechnet hatte: Ich muss helfen, Kompromisse zwischen Mitgliedern zu finden und die weitere Vorgehensweise mitbestimmen. Auf einmal liegen Verträge auf dem Tisch, mit denen ich mich ausführlich auseinandersetzen muss. Und manchmal gibt es auch ein organisatorisches Chaos, weil Aufgaben nicht klar verteilt waren oder Missverständnisse vorherrschen.

Trotzdem haben wir einen fulminanten Start hingelegt. Schon etliche Medien haben über die Gründungsengel berichtet. Wir haben Partnerschaften gewonnen, von denen wir beim Start nicht einmal geträumt haben. Und selbst große Player zeigen Interesse an uns, an die wir als einzelne Unternehmen nicht rangekommen wären.

Auch wenn das in den ersten Monaten alles recht überwältigend war, wir unsere Ausrichtung mehrfach überdacht haben und jetzt erst langsam tragfähige Strukturen entstehen: Es war eine geile Zeit! Ich bin gespannt, wie es weitergeht.

Heute steht erstmal der Final Pitch des The Venture Businessplan-Wettbewerb an – die Gewinner bekommen von den Gründungsengeln ein umfangreiches Coaching-Programm spendiert. Natürlich in der Hoffnung, manche Gründer auch langfristig begleiten zu dürfen. Wenn das gelingt, erschaffen uns praktisch unsere eigenen Kunden.

Netzwerken einfach gemacht

Aber um dein eigenes Netzwerk zu starten, musst du nicht gleich einen Verein gründen. Über das Wie und Warum des Networkings habe ich in meinem Artikel Netzwerken für Introvertierte bereits viele Tipps gegeben.

Mein Texter-Kollege Daniel Held wacht nicht nur über einen sauberen Sprachstil in meinem Blog. Er hat auch sein eigenes lokales Netzwerk geschaffen: den Heldentreff.

Zum Heldentreff verabreden sich einmal im Monat Journalisten, Redakteure, Lektoren, Autoren, PR & Social-Media-Manager und SEO-Experten aus dem Kölner Raum. Jeden Monat kommen hier etwa zehn Kollegen zum Networking in einer Bar zusammen und tauschen sich bei Kölsch und Wein über ihre Erfahrungen aus oder planen Projekte zusammen.

Die Treffen organisiert Daniel ganz einfach über seine eigene Xing-Gruppe Heldentreff. Im Zentrum stehen die Teilnehmer und die gegenseitige Vernetzung. Daniel hält dabei die Fäden in der Hand. Die Kollegen sind dankbar und freuen sich über sein Engagement.

Zudem nehmen seinen Einsatz Kunden und andere Interessenten wahr und schätzen ihn dafür. Eine Erfahrung, die ich selbst auch bestätigen kann. Mittlerweile haben erste Workshops stattgefunden, bei denen sich die Teilnehmer abseits der Stammtische mit ihrem Wissen gegenseitig weiterbilden.

Ich fand die Idee so einfach und brillant, dass ich ihn gebeten habe, seine Erfahrungen mit uns zu teilen:

Daniel Held, Texter und Online-Redakteur

Daniel Held ist Texter und Online-Redakteur. Mit dem Heldentreff hat er sein eigenes lokales Netzwerk ins Leben gerufen. (Foto: Rurik Becker)

So wirst auch du zum Helden

Wie bist du auf die Idee für den Heldentreff gekommen?

Daniel: Ich wollte mir als Neugründer ein großes Netzwerk aufbauen. Also habe ich geschaut, welche Veranstaltungen es in meiner Nähe gibt, die zu mir passen. Ein Treffen von Medienexperten in einem persönlichen Rahmen und dazu von der Größe überschaubar, habe ich vergeblich gesucht. Also beschloss ich: Mach ich’s eben selbst!

Warum lädst du andere Journalisten und Texter ein? Ihr seid ja Konkurrenten.

Daniel: Ich sehe meine Kollegen nicht als Konkurrenten. Der eine ist auf Lektorate von Büchern spezialisiert, der nächste befasst sich textlich mit technischen Themen und wieder andere sind Content-Marketing-Cracks. Mit allen habe ich Schnittstellen, allerdings findet jeder seinen eigenen Schwerpunkt und Stil.

Ich zum Beispiel lektoriere gerne Online-Texte und lasse SEO-Aspekte mit einfließen oder ich schreibe über den gesellschaftlichen Wandel. Das hebt mich von anderen ab. Außerdem arbeiten wir mit- und nicht gegeneinander. Wir gehen Projekte gemeinsam an oder der eine empfiehlt den anderen und ein paar Monate später läuft’s genau umgekehrt. Entscheidend ist die Mentalität – und dann profitieren alle. Glücklicherweise herrscht im Heldentreff diese Mentalität vor, sonst würde es nicht so laufen. 

Wie hast du die erste Runde zusammengebracht? Kanntest du die Teilnehmer schon?

Daniel: Die erste Runde fand Mitte April 2015 statt und es kamen neun Teilnehmer. Drei von ihnen kannte ich bereits: Eine Kollegin hatte mit mir kurz davor erst eine Website für einen Kunden gebaut, die andere freie Redakteurin hatte ich in der Agentur betreut, wo ich zehn Jahre lang festangestellt war, und den Dritten kannte ich von einer Veranstaltung zuvor. Alle anderen Gesichter waren mir neu. Umso gespannter und aufgeregter war ich natürlich, als sie nach und nach eintrafen.

Ja, wie habe ich sie zusammengetrommelt? Ich habe natürlich via Xing automatisch meine persönlichen Kontakte informiert und dazu in den Text-Forengruppen eine Mitteilung platziert nach dem Motto: Es findet ein Stammtisch in lockerer Runde statt – wer Lust hat zu kommen: Das sind die Adresse und der Termin usw.

Das fand direkt Anklang und seitdem sind einige Stammgäste und immer wieder auch neue Teilnehmer dabei. Die Mischung finde ich schön. So gibt es eine gewisse Beständigkeit und gleichzeitig wird es nie langweilig.

Wie viel Arbeit steckt da für dich dahinter?

Daniel: Ich recherchiere jeden Monat ein Lokal, in das wir als nächstes gehen, reserviere einen Tisch, schieße ein Foto der Location und lade alles zusammen als Event in Xing hoch. Dann lade ich ausgesuchte Kontakte und Gruppen ein und mache eventuell Werbung in Foren. Am Tag des Treffens bin ich natürlich als erster und bis zum Schluss da, heiße die Neuen und alle anderen willkommen, stehe für Fragen bereit und übernehme die Organisation vor Ort. Das mache ich gerne. Für mich ist das nicht so viel Aufwand, wie es sich vielleicht liest.

Was haben dir die bisherigen Heldentreffs gebracht? Hast du darüber auch Aufträge gewonnen?

Daniel: In erster Linie viele tolle, neue Kontakte – und das gilt grundsätzlich für alle Teilnehmer des Heldentreffs. Außerdem habe ich bereits bestehende Kontakte besser kennengelernt und die Beziehung intensiviert. All das führt dazu, dass man stärker wahrgenommen wird, Vertrauen aufbaut und natürlich auch Jobanfragen erhält. Es sind so viele weitere Effekte, die dadurch entstehen. Kurz gesagt: Ich empfehle Netzwerken wirklich jedem – ob als Gastgeber oder als Gast! Ach ja, und meine heutige Partnerin habe ich beim Heldentreff ebenfalls kennengelernt … 😉 

Wow, das nenne ich mal Resultate! Danke Daniel, für diese coole Idee!

Wenn du einen guten Online-Redakteur und Texter suchst, schau mal auf Daniels Seite www.heldentexte.de. Er schreibt für alle, die dazu beitragen, unsere Welt grüner, gesünder und lebenswerter zu machen.

Wann gründest du dein eigenes Netzwerk?

Networking ist immer eine wertvolle Stütze für dein Geschäft. Aber auch du kannst eine wertvolle Stütze für andere sein, indem du dich selbst engagierst. Warum nicht dein eigenes lokales Netzwerk aufbauen und regelmäßige Treffen arrangieren?

Geschäfte macht man bekanntlich am liebsten mit Menschen, die man persönlich kennt und schätzt. Die Wertschätzung der anderen ist dir gewiss, wenn du dich engagierst und auf andere zugehst. Du musst ja nicht gleich einen Verein gründen. Es funktioniert auch im Kleinen – und sicher gibt es noch 100 andere Möglichkeiten als diese beiden. Vielleicht kennst auch du welche, die du teilen willst?

Lass uns die Welt verändern! 

Unterschrift Matthias Barth

PS: Teilen ist ausdrücklich erlaubt und ein Zeichen für Wertschätzung! 😉

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4 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Hi Matthias (und Daniel),
    so geht´s! Starke Sache!
    Ich bin ein leidenschaftlicher Fan von Netzwerken, wenn man´s richtig macht! 😉
    Vor kurzem habe ich einen Artikel dazu veröffentlicht in dem ich aus meiner Erfahrung (bin 20 Jahre Freiberufler) erzähle.
    Ich hoffe, ich darf hier an der Stelle verlinken:
    http://www.coaching-ausbildung-kompakt.de/blog/item/122-vom-netzwerken-zur-kooperation-%E2%80%93-gemeinsam-mehr-erreichen.html
    Viele Grüße! peter

    Antworten
  • Hi Peter! Danke dir.

    Zu deinem Artikel: Absolut – bei Kooperationen braucht’s Leute, die nicht nur reden, sondern auch umsetzen, was man sich vornimmt. Und die Absprachen einhalten. Ich habe schon das Gegenteil erlebt, aber auch den positiven Fall – wie bei Matthias. Ich halte es ebenfalls so, dass eine Kooperation fluppen muss und Spaß machen soll. Wenn dem nicht so ist und es in der Kommunikation nicht besser wird, wenn man’s anspricht – besser getrennte Wege gehen.

    Antworten
    • Vielleicht bin ich manchmal ein wenig gutgläubig. Aber ich glaube, wer anderen Gutes tut, erhält auch Gutes zurück. Ab und zu zahlt man dabei auch Lehrgeld – für mich überwiegen das Positive jedoch bei weitem.
      Schönes Wochenende!
      Matthias

      Antworten

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