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Der Schlüssel zur Selbstverwirklichung und das überraschende Ende meiner Suche

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Wenn du liebst, was du tust, wirst du nie wieder in deinem Leben arbeiten.“ Dieses 2500 Jahre alte Konfuzius-Zitat ist heute aktueller denn je.

Selbstverwirklichung ist voll im Trend. Es reicht nicht mehr, nur Geld zu verdienen, einen guten Job und eine intakte Familie zu haben. Immer mehr Menschen streben nach mehr: Sie wollen einen Sinn in ihrer Tätigkeit und ihrem Leben finden.

Frust statt Selbstverwirklichung

Unzählige Ratgeber, Blogs und Coaches haben das Thema für sich entdeckt und versprechen nicht weniger als Glückseligkeit, Selbstbewusstsein und außergewöhnlichen Erfolg im Leben. Es klingt so einfach, so verlockend. Folge einfach deiner Leidenschaft anstatt zu arbeiten! Wer will das nicht?

Auch mich begleitet das Thema seit vielen Jahren. Schon lange bevor ich selbstständig wurde, habe ich begonnen, mich intensiv mit dem Traum der Selbstverwirklichung zu beschäftigen. Ich war begeistert, von Menschen zu lesen, die es geschafft haben. Großartige Erzählungen von Digitalen Nomaden, die mit dem Laptop um die Welt reisen und arbeiten, wo sie wollen. Berichte über Menschen, die sich ein passives Einkommen aufgebaut haben und scheinbar gar nicht mehr arbeiten müssen. Erfolgsgeschichten von Unternehmern, die ihrer Bestimmung gefolgt sind und etwas Einzigartiges geschaffen haben.

Ich habe all diese Berichte aufgesogen wie ein Schwamm. Damals war Selbstverwirklichung noch ein Nischen-Thema. Heute berichten auch die großen Tageszeitungen regelmäßig über diese Lebenskünstler, die ihren Traum leben. Wenn du dann noch in einem normalen Job steckst, kannst du nur neidisch werden.

Selbstverwirklichung – nur wie?

Wie findest du deine Leidenschaft? Diese Frage wusste ich lange nicht zu beantworten.

Die Welt bereisen. Reich werden. Seiner Bestimmung folgen. Das will ich auch! In den Worten von Vorreitern wie Markus Cerenak klingt der Weg dorthin immer so einfach. Markus schreibt, um deine Leidenschaft zu finden musst du im Grunde nur die Antwort auf eine Frage finden:

WAS WÜRDEST DU DEN GANZEN TAG AM LIEBSTEN TUN, AUCH WENN DU KEIN GELD DAFÜR BEKOMMEN WÜRDEST?

Markus Cerenak in Finde deine Leidenschaft

Sorry Markus – so sehr ich deine Artikel schätze, aber diese Frage bringt mich keinen Schritt weiter. Was ich am liebsten tun würde, ist am Strand liegen und lesen. Eine Bergwanderung machen. Neue Länder und Städte bereisen. Romantische Stunden mit meiner Frau verbringen. Am liebsten alles auf einmal. Ich sehe jedoch beim besten Willen keine Möglichkeit, davon leben zu können.

Bei meinen Recherchen bin ich immer an den selben Fragen hängen geblieben. Markus hat sie treffend zusammengefasst: „Was will ich? Was ist meine Bestimmung, meine Mission? Habe ich eine Aufgabe? Worauf möchte ich am Ende des Lebens mit Stolz zurückblicken? Was möchte ich hinterlassen?“

Das sind wichtige Fragen. Doch sie sind frustrierend schwer zu beantworten:

  • Es gibt viele inspirierende Vorbilder – doch jeder Vergleich mit ihnen lässt dich klein und unbedeutend vorkommen.
  • Zudem hilft es dir nicht, dich an anderen zu orientieren. Du musst diese Fragen aus dir selbst heraus beantworten.
  • Die Fragen implizieren, dass du in deinem Leben gescheitert bist, wenn du die eine große Bestimmung nicht findest. Also nur einem Job nachgegangen bist, eine Familie gegründet, Freunde unterstützt und vielleicht den einen oder anderen Euro gespendet hast.
  • Es gibt keine einfachen Antworten auf diese Fragen. Sie bestehen aus vielen einzelnen Wünschen und Zielen, die auch völlig widersprüchlich sein können. Wie sollst du dich da entscheiden?
  • Was, wenn du dich einfach als ganz normaler Mensch siehst? Wenn die Arbeit für dich keine Selbstverwirklichung darstellt, dir aber im Grunde gefällt? Machst du dann etwas falsch?

Mich haben all die Fragen nach meinem Warum, meiner Leidenschaft und meiner Bestimmung über Jahre keinen Schritt weitergebracht. Stattdessen habe ich immer wieder vor diesen Fragestellungen resigniert. Den Schlüssel zur Selbstverwirklichung habe ich schließlich ganz woanders gefunden.

Selbstverwirklichung statt Frust

Eines meiner Probleme war sicher, dass es mir eigentlich ganz gut ging. Ich hatte einen guten Job, der mich immer wieder mit anspruchsvollen Aufgaben gefordert hat. Mir hat zwar dabei manchmal etwas gefehlt und ich habe davon geträumt, dass da noch mehr sein muss. Doch mir fehlte auch der unbedingte Wille, intensiv danach zu suchen.

Der kam erst, als es in der Firma eine Zeit lang nicht mehr so gut lief. Dies schlug sich auf die Stimmung im Unternehmen nieder und die entspannten Zeiten waren vorbei. Dank eines Streits mit meiner damaligen Chefin kam schließlich auch für mich der Punkt, an dem es einfach nicht mehr weiterging.

Ich bin froh, dass es zu dieser Eskalation kam. Es war der Tritt in den Hintern, den ich gebraucht habe, um endlich Nägel mit Köpfen zu machen. Ich wollte nicht mehr angestellt sein und mich den Entscheidungen anderer unterordnen. Ich wollte mein eigenes Ding machen und dabei die Selbstverwirklichung finden, die mir gefehlt hat.

Ein Schlüssel zur Selbstverwirklichung

Ist das der Schlüssel zur Selbstverwirklichung?

Ich befand mich damals in einer extrem negativen Grundstimmung. Ich war sauer, fühlte mich herabgesetzt und hatte überhaupt keinen Bock mich zu fragen, was meine Wünsche, Leidenschaft oder gar Bestimmung sind. Diese negative Energie musste erst einmal aus mir raus.

Also habe ich mich mit meinem Notizbuch hingesetzt und eine Liste erstellt. Die Überschrift lautete: „Ich hasse es, wenn …“ Hier schrieb ich alles auf, was mir in meinem Job gegen den Strich ging:

Ich hasse es, wenn …

… meine Meinung nicht geschätzt wird.
… Überstunden und hoher Einsatz nicht honoriert werden.
… Konzepte und Ideen verwässert oder umgeworfen werden.
… ich stundenlang Angebote schreibe, die für die Katz sind.
… Dinge nicht umgesetzt werden, in die ich viel Arbeit investiert habe.
… ich immer wieder das Gleiche tun muss.

Wenn ich in der Vergangenheit versucht hatte, eine Liste mit Dingen zu erstellen, die mir Spaß machen und mich mit Energie erfüllen, kamen mir kaum Ideen. Doch mit meiner Hassliste war es plötzlich ganz einfach. Die Ideen schossen nur so aus mir heraus. Ich habe sie einfach ohne nachzudenken aufgeschrieben, wie sie mir gerade einfielen. (Eine der wichtigsten Regeln beim Brainstorming ist, nicht nachzudenken, sondern einfach alles aus deinem Kopf zu bekommen. Als Kreativer hatte ich darin natürlich Übung.)

Ich habe auch nicht Halt gemacht, als ich berufliche Dinge plötzlich mit privaten gemischt habe. Leider habe ich diese Liste nicht mehr, doch es waren bestimmt 40-50 Punkte, die ich mir notiert hatte.

Da war er – mein ganzer Frust. Alles, was mir keinen Spaß machte. Und plötzlich fühlte ich mich schon viel besser. Der ganze Dreck war aus meinem Kopf draußen. Da viele Punkte doppelt oder sehr ähnlich waren, habe ich diese Liste noch einmal bereinigt und auf zehn Schmerzpunkte zusammengefasst.

Diese Liste diente mir später als Kompass, um mein eigenes Unternehmen zu planen. Denn ich wusste: Wenn ich mit meiner neuen Aufgabe als Selbständiger glücklich werden möchte, muss ich all diese Schmerzpunkte ausschalten und möglichst ins Gegenteil umkehren.

Aus meinem größten Ärger heraus hatte ich so meine Leidenschaft gefunden.

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Für das Offensichtliche bist du blind

Ehrlich gesagt war ich mir bis vor kurzem gar nicht bewusst, dass ich hier auf Gold gestoßen war. Ich dachte, das wäre eben mein persönlicher Weg gewesen – basierend auf dem Streit und dem Ärger aus meinem alten Job. Ich habe nicht geglaubt, dass das auch für andere funktionieren kann.

Das wurde mir erst klar, als ich das Buch „Reicher als die XXXXX“ von Alex Fischer gelesen habe. Trotz des kuriosen Titels ist es eines der besten Business-Bücher, das ich je gelesen habe. Und das, obwohl es hier eigentlich um Immobilien geht. Mein Tipp: Bestelle es hier, solange Alex es noch verschenkt – dann findest du auch heraus, was es mit dem Titel auf sich hat.

Hier beschreibt Alex genau meine Vorgehensweise, um deine Leidenschaft zu finden:

  1. Erstelle deine Hassliste mit den Dingen, die dir wirklich gegen den Strich gehen
  2. Wandle deine Liste in das Gegenteil um – was wäre das Gegenteil von den Dingen, die du hasst?
  3. Überprüfe deine Positivliste und erstelle daraus Grundsätze für Dinge, die dir wirklich liegen und die deiner Leidenschaft entsprechen.
  4. Entwickle dein Geschäft auf diesen Grundsätzen und optimiere sie mit der Zeit immer wieder, bis du wirklich deine Bestimmung gefunden hast.

Alex hat diese Methode noch detaillierter in 16 einfach zu befolgende Schritte unterteilt. Die ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitung findest du in seinem Blog Wie Du Deinen Purpose findest.

Ich bin dankbar, dass ich diese Anleitung gefunden habe. Sie hat mich dazu inspiriert, meine eigene 10-Punkte-Liste wieder hervorzuholen, zu überarbeiten und als positive Vision meines Business und meiner Leidenschaft auszuformulieren.

Leitbild Startworks

Mein Leitbild – Zum Vergrößern klicken

Nach den negativen Erfahrungen in diesem Jahr habe ich wieder schmerzhaft erlebt, was passiert, wenn man von seinen Grundsätzen zu stark abweicht. Heute ziert diese Liste deshalb meine Wand, damit ich sie nie wieder aus den Augen verliere.

Was Selbstverwirklichung bedeutet

Von Konfuzius bis Steve Jobs gibt es viele große Persönlichkeiten, die alle den Rat hatten, deiner Leidenschaft zu folgen. Und sie haben recht. Nur wenn deine Arbeit mir Sinn erfüllt und deine Stärken fordert, kannst du Großartiges leisten.

Um dich selbst zu verwirklichen, brauchst du jedoch nicht die eine große Vision, wie sie immer propagiert wird. Die Vision von Apple lautet nicht: „Wir wollen mit allem, was wir tun, den Status quo herausfordern.“

Das ist nur ein Claim für das Marketing. Dahinter steht immer ein komplexes Leitbild aus einer oder mehr DIN A4 Seiten, die das geistige Fundament des Unternehmens bilden. In diesem Leitbild haben sich die Gründer selbst verwirklicht. Und Marken wie Apple achten penibel darauf, dass auch ihre Mitarbeiter sich mit ihrem Leitbild voll identifizieren können.

Für eine Sache zu brennen setzt eine ungeheure Energie frei und befähigt dich zu außergewöhnlichen Leistungen. Zu glauben, dass du dadurch aber nicht mehr arbeiten musst, ist Blödsinn. Im Gegenteil: Du arbeitest mehr und härter als je zuvor. Und trotz aller Leidenschaft kämpfst du dich oft durch Sachen durch, auf die du wirklich keinen Bock hast.

Der Unterschied ist: Du weißt, warum du es tust. Es fühlt sich einfach richtig an.

Lass uns die Welt verändern!
Unterschrift Matthias Barth

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8 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Avatar
    Norbert Rieger
    8. September 2016 8:49

    Hallo Matthias, vielen Dank für deinen großartigen Beitrag. Auch ich habe in meinem Leben jede Menge Lebenshilfebücher gelesen und mich auch immer wieder gefragt wieso schaffen es andere und ich nicht. Ich bin in einem Beruf gelandet der mir zwar Spass macht und in dem ich gut bin aber wenn ich ganz ehrlich zu mir bin weiss ich im Innersten dass es nicht das ist was mich vollkommen aus-und erfüllt.
    Die Suche nach dem Sinn ist wohl eine Sache die zumindest mich wohl mein ganzes Leben begleiten wird. Ich bin jetzt 57 Jahre alt, habe viele Höhen und Tiefen (beruflich als auch privat) erlebt und trotzdem frage ich mich jeden Tag “was will ich wirklich und wo liegt meine Bestimmung”.
    Und auch wenn wir es oftmals nicht wahrhaben wollen, wir werden immer wieder an einen Punkt kommen an dem wir frustriert sind..einfach aufgeben wollen..und dann machen wir doch immer weiter.
    Für mich zumindest kann ich sagen dass ich nie aufgegeben habe..nie der Frustration nachgegeben und mich einfach hängen gelassen habe…ich bin einfach meinen Weg weitergegangen (auch wenn es manchmal fasst nicht mehr auszuhalten war)..und dann kam wieder etwas Gutes, Aufbauendes..die Motivation war wieder da und dann kamen auch wieder diese Glückmomente in denen einfach alles zusammenpasst und stimmig ist.
    Nochmals vielen Dank für deinen interessanten Beitrag der mich sehr angesprochen und zum Nachdenken angeregt hat. Ich wünsche dir weiterhin alles Gute und viel Erfolg!!!

    Antworten
    • Danke Norbert!
      Ich glaube, die Suche nach dem Sinn ist eine Frage, die einen sein ganzes Leben begleitet. Und ich glaube hier nicht an einfache Antworten. Selbst wenn man etwas gefunden hat, was einen mit Freude und Leidenschaft erfüllt, heißt das ja nicht, dass das in 5 oder 10 Jahren immer noch der Fall ist. Ziele und Wünsche ändern sich. Und manchmal passieren auch Dinge, die überhaupt nicht in das Leben passen, das man sich vorgestellt hat.
      Du kannst nur soweit es geht einem inneren Kompass folgen. Und wenn du mal wieder irgendwo gelandet bist, wo du gar nicht hin wolltest innehalten und die richtige Orientierung suchen.
      Liebe Grüße,
      Matthias

      Antworten
  • Hi Matthias,
    das ist ein wirklich sinnvoller Artikel. Ich habe mich genauso wie du viele Jahre mit meiner “Berufung” herumgeschlagen, wusste nie, was es ist und war wirklich sehr verzweifelt. Erst als ich mich selbständig gemacht hatte, merkte ich, dass es eigentlich gar nicht mal so sehr an dem WAS liegt, sondern an der Form, in der ich arbeiten wollte und will. Freiheit und Selbstbestimmung sind meine wichtigsten Werte, aber interessanterweise wird das, was ich mit Freiheit meine, immer wieder falsch verstanden. Es gibt ja verschiedene Formen von Freiheit: Entscheidungsfreiheit, finanzielle Freiheit, Ortsungebundenheit, Flexibilität in der Zeiteinteilung, Freiheit von Fremdbestimmung und so weiter.
    Für mich war es immer am Wichtigsten, dass ich selbst bestimmen kann, wann ich etwas tue und was genau ich tue. Ich hasse es wie du, sinnlose Tätigkeiten durchzuführen, die oftmals auf der Organisationsunfähigkeit oder Inkompetenz meiner Vorgesetzten beruhten. Mir st es egal, ob jeman inkompetent ist, nur möchte ich nicht für ihn oder sie arbeiten und mit meinem Talent und Hingabe an die Arbeit auch noch langfristig sein oder ihr Unternehmern voranbringen. Da halte ich es lieber mit meiner eigenen vorläufigen Inkompetenz aus und entwickle mich langsam, aber sicher immer weiter. Zu meinem eigenen Nutzen.
    Als mir diese Dinge immer klarer wurden, hatte ich meine Berufung gefunden. Naja, sagen wir, es ist nicht ganz richtig, dass mir das WAS meiner Berufung egal wäre. Die Kombination aus meinem BWL-Master, Erfahrung im Marketing, Business Coach mit Erfahrung zum Thema Berufung/Karriereentwicklung und meiner Leidenschaft für Psychologie und Design führten letztendlich zu dem, was mich heute richtig innerlich erfüllt: Personal Branding Beraterin.
    Gefunden habe ich das aber nur, weil ich, wie du, alles aus meinem Leben geworfen habe, was ich hasste.
    Auf dass wir nie mehr tun, was wir nicht lieben!
    Herzliche Grüße,
    Anna

    Antworten
    • Hallo Anna,
      danke für deine Geschichte, die meiner sehr ähnlich ist. Deine Worte von der eigenen vorläufigen Inkompetenz finde ich großartig! So wahr und so erfrischend ehrlich.
      Ich glaube, auch das macht den Reiz der Selbständigkeit aus, immer wieder die eigenen Grenzen zu erweitern. In deiner Komfortzone findest du zwar Sicherheit – doch das Glück liegt außerhalb.
      Liebe Grüße, Matthias

      Antworten
  • Hallo Matthias,
    herzlichen Dank für Deinen tollen Post. Ich kann dem nur zustimmen, eine Hassliste oder so habe ich aber nie geschrieben. Mein Dinge habe ich gefunden, zumindest für die nächsten Jahre. Ob ich es Berufung nenne, ist noch die Frage an der Stelle 😉 Ich habe aber im Prinzip das gleiche wie Du durchgemacht. Die 4 Tage Woche gelesen und gedacht, jetzt kann es ja losgehen! Genau meine cup of tea, aber womit verdammt? Die Sprüche, die mich am weitesten gebracht haben, waren “es gibt es nichts Gutes, außer man tut es” und “wenn wollen und können zusammenkommen, dann ist der Erfolg nur noch eine Frage der Zeit”. Und ganz wichtig “Gehe dahin wo Deine Angst ist”. Ein Schlüssel finde ich.
    Und das sind auch die Maxime nach denen ich heute vorgehe. Und ich denke darin steckt viel Kraft: denn wir denken meines Erachtens alle schon am Anfang viel zu viel darüber nach was unser Ding in 10 Jahren sein soll; wie es aussieht, sich anfühlt. Seth Godin hat gesagt, dass er total klein angefangen hat, und weil er dran blieb und hartnäckig war, und immer weiter schrieb und dafür sorgte, dass er gehört würde, verhalf es ihm groß und bekannt zu werden. Und er hat ein paar Sachen ausprobiert und sie haben funktioniert. Und genauso läuft es doch. Wir sehen – auf der Suche – glaube ich zu oft das ERGEBNIS von Menschen, die uns in Büchern und Geschichten über Ihre Sache erzählen. Und nicht von der STRATEGIE oder dem WEG. Oder sie tun es vielleicht und wir wollen es so einfach nicht glauben? 😉 Wir brauchen m.M.n. Leidenschaft um an der Sache, die wir verfolgen, mit Freude und gutem Gefühl dran bleiben zu können. Wir brauchen Können um Erfolge überhaupt zu erreichen. Wir brauchen die Motivation, um es jeden Tag zu tun. Das ist im früheren Job ja nicht anders gewesen. Nach der Schule sind wir unseren Neigungen nachgegangen, haben studiert oder auch nicht, und haben dann weitergemacht. Erster Job, zweiter Job, Auszeit,…. Natürlich ist es ein Traum, wenn man mit 18 den Job oder Beruf für sein Leben entdeckt. Aber das geht doch nur ganz wenigen so. Die meisten von uns vergessen doch total das große Ganze. Das wir uns gut fühlen sollten, mit dem was ist, schon mehr wollen sollten wenn wir selbständig sind und mal davon leben wollen oder für das Alter vorsorgen, aber trotzdem vor lauter Wollen den Spaß nicht vergessen und das Leben zu genießen. Und mit Fehlentscheidungen zu leben und zu sagen, OK, war ne gute Idee. Isses nicht? Ok, dann weiter. Hinfallen, Aufstehen, Saubermachen, und weitergehen. Weisste, was ich sagen will?
    Ich habe 2012 den freien Ausstieg aus dem Job gewählt. Ich hab Karriere gemacht. Wer wer in meiner Branche. Ich hatte aber keine Lust mehr. Fühlte genauso wie Du Hamsterrad, fehlende Anerkennung etc
    Um von anderen Welten zu träumen, lass ich sie alle: angefixt von den Tim Ferriss, Seth Godins, Chris Guillebeaus, Marie Forleos und Kris Carrs dieser Welt, und DAS wollte ich auch- vor allem einen Namen machen. *lach* Ich wollte es auf eigene Faust schaffen. Startete aber leider zwar mit guten Vorsätzen aber mit viel mehr Wollen als Können. Ich gründete ein Business mit Hauptstandbein Online Vertrieb (noch nie vorher hatte ich das getan und hatte keine außerordentlichen BWL oder buchhalterischen Kenntnisse). Ich kam aus dem Print Packaging Bereich, und hatte online Marketing dazu gelernt, weil ich wissen wollte, das sich dahinter verbirgt. Die ersten Jahre als Selbständige waren die Hölle. Fehlentscheidungen, hins. Logistik, Einkauf, Warenbevorratung, zu niedrige Preise etc – das Resultat : ich fiel komplett damit auf die Nase. Der Traum vom Verkauf von Nischenprodukten und Weltverändern endete 2,5 Jahre später mit einem leeren Konto! Also musste ich aus meiner Not eine Tugend machen und schaute genau hin, was ich konnte. Und worin ich wirklich richtig gut bin und was mir Spaß bringt. Und da sind es so profane Dinge, ich kann mich als online Marketing Frau zu entscheiden, mit wem ich zusammenarbeiten will und welche Art von Projekt ich annehmen will. So wie Du: mache ich viel neue Dinge, und stachele damit meinen Ehrgeiz und mein Ego an oder bleibe lieber bei meinen Leisten, und mache same ol same ol SEO. Ich entschied mich für beides. Oder anders gesagt für ein neues Standbein, das mir alles erlaubt auf dem Sektor, was mir lieb ist. Das geschafft zu haben, darauf bin ich außerordentlich stolz und fühle ich mich sehr gut damit. Übrigens hatte ich eine wunderbare Gehilfin auf meinem Weg der Selbstfindung und sie kann ich nur wärmstens weiterempfehlen: Monika Birkner. Ist ist versiert im Leben und im Berufsspiel. Sie hat mir letztlich einfach nur das gezeigt, was schon da war, aber das war der entscheidende Funke, der mich zum Leuchten brachte . Falls sie das liest, herzlichen Dank nochmal an der Stelle! Ich hoffe, ich konnte ein bisschen mehr Licht in die berufliche Leidenschaft und Liebe Ecke bringen. 😉

    Antworten
    • Danke für deine Geschichte, Britta.

      Ich finde es bewundernswert, dass du dich einfach auf etwas eingelassen hast, von dem du eigentlich zu wenig Ahnung hattest. Sicher gibt es viele Zyniker, die sagen würden, dass das ja vorn herein in die Hose gehen musste. Das sind aber meist genau die Menschen, die sich nie etwas trauen und immer den sicheren Weg wählen. Sie freuen sich sogar darüber, wenn andere mit großen Träumen auf die Nase fallen. Es bestätigt sie darin, es nie versucht zu haben.

      Aber das was du gelernt hast, kann dir niemand mehr nehmen. Und dass du danach wieder aufgestanden bist und einfach etwas neues probiert hast, verdient Respekt. Nur so kommst du deinen Träumen näher. Denn du kannst lange über deine Bestimmung und das was dich glücklich macht nachgrübeln. Aber solange du nicht handelst und dich traust, neue Wege einzuschlagen, findest du es nie heraus!

      Weiterhin viel Erfolg!
      Matthias

      Antworten
  • Sehr inspririerend, Matthias, Danke dafür!

    Antworten
  • Super Beitrag und genialer Blog

    Ja. Erfolg ist das zu tun was mich glücklich macht und ich dafür so gut bezahlt werde dass ich völlig frei bin täglich neu zu entscheiden was mich glücklich macht und es zu tun…. danke für die Erinnerung…

    LG Hannes von http://selbstbewusstseincoach.com/wie-du-mit-den-4-schritten-der-selbstverwirklichung-deinen-eigenen-weg-gehen-kannst/

    Antworten

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