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Social Media 2020: Welche Plattformen eignen sich für Selbständige und Unternehmer?

Social Media ist 2020 aus dem Unternehmensalltag nicht mehr wegzudenken. Viele Selbständige nutzen die sozialen Medien, um die Markenbekanntheit zu steigern. Weiterhin setzen Firmen auf Facebook, Instagram & Co., um mehr Verkäufe zu erzielen.

Auf Grund der Anzahl der sozialen Medien wird es für Entscheider wie dich immer schwerer den Überblick zu behalten. Facebook, YouTube, Instagram und LinkedIn sind nur einige der vielen existierenden Plattformen.

Dabei bleibt oft die Frage offen:

Welches Netzwerk ist für mein Unternehmen sinnvoll?

In diesem Zusammenhang musst du dir deine Zielgruppe im Detail anschauen.

Folgende Fragen sind dabei entscheidend:

  • Welche Charakteristiken weisen deine Kunden auf? (Alter, Geschlecht, Wohnort, Interessen)
  • Ist dein Unternehmen verstärkt im B2B oder B2C Bereich tätig?
  • Wie viel Zeit und Energie kannst du in Social Media investieren?

Anhand dieser drei Fragen kannst du abwägen, welche Social Media Strategie deinen Interessen dient.

Falls du im B2B tätig bist, sind vor allem geschäftliche Netzwerke wie LinkedIn oder Xing zu empfehlen. Im B2C Bereich bieten sich dir Instagram, Facebook und YouTube an.

LinkedIn: das englischsprachige Business Netzwerk

Für dich lohnt es sich zunächst berufliche Netzwerke, wie z.B. LinkedIn, in Erwägung zu ziehen. Mit 310 Millionen aktiven Nutzern ist die Plattform prädestiniert für Unternehmer. Dies erleichtert dir den Austausch mit Berufstätigen, die in einer ähnlichen Branche tätig sind.

LinkedIn Social Media 2020

LinkedIn ist ursprünglich im US-amerikanischen Bundesstaat Kalifornien gegründet worden. Aus diesem Grund wurde die Plattform anfangs hauptsächlich von englischsprachigen Nutzern eingesetzt.

Mittlerweile gibt es jedoch viele deutschsprachige Nutzer, die die Plattform zum beruflichen Austausch einsetzen. Weiterhin sind 70% aller aktiven Nutzer außerhalb der USA tätig.

So nutzen monatlich circa 14 Millionen Deutsche die Plattform.

Die Zielgruppe ist beruflich und charakteristisch divers aufgestellt:

  1. 64% aller Nutzer sind über 30 Jahre alt. Das ist ein wichtiger Aspekt für dich, um Entscheider anzusprechen und Kunden zu akquirieren.
  2. 30 Millionen Marken und Unternehmen sind auf LinkedIn aktiv.
  3. 36% der Nutzer sind unter 30 Jahre alt. Du kannst so junge Menschen an dein Unternehmen binden. Weiterhin besteht für dich die Möglichkeit, Praktikanten und Auszubildende einzustellen.

Meine Empfehlung ist es auf LinkedIn zu setzen. Die Plattform ermöglicht das Netzwerken mit Kontakten aus dem In- und Ausland.

Mit LinkedIn richtig Netzwerken

Damit du richtig Netzwerken kannst, musst du jedoch einige Punkte beachten. Es gibt drei Möglichkeiten, um LinkedIn sinnvoll einzusetzen:

  • Kontaktanfragen an interessante Personen stellen
  • Beiträge veröffentlichen, um die Aufmerksamkeit von Berufstätigen zu wecken
  • eigenes Firmenprofil für dein Unternehmen

Bei den Kontaktanfragen ist es entscheidend, dass du bei auf eine persönliche Ansprache achtest. Die direkte Ansprache des Kontakts ist zentral. Formuliere am besten, eine Begrüßungsnachricht an jeden interessanten Kontakt. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Berufstätige deine Anfrage annehmen.

Dabei solltest du unbedingt den Mehrwert für deinen potentiellen Kontakt im Kopf behalten. Die Qualität der Kontakte zählt.

Meiner Meinung nach ist es zu vermeiden, wahllos Kontaktanfragen zu stellen. Du solltest auch darauf achten, dass die Kontaktanfrage nicht direkt den Verkauf von deinen Produkten oder Dienstleistungen in den Vordergrund stellt.

Denke vor allem daran, deinen Kontakten Mehrwert zu bieten. Beispielsweise helfen dir interessante Ratgebervideos oder erste Hilfestellungen deutlich weiter. Dann steigerst du deinen Umsatz automatisch. Deine Kontakte nehmen dich als Experten wahr.

Instagram: Fotos teilen & liken

Instagram setzt mittlerweile verstärkt den Fokus auf Videoinhalte. Ursprünglich ist die Plattform vor allem durch Bilder bekannt geworden.

Instagram im Social Media 2020 Mix

Die Plattform lohnt sich, wenn du visuell ansprechende Produkte oder Dienstleistungen anbietest. Eine kurze Checkliste gibt dir einen Überblick, ob Instagram die richtige Plattform für dich ist:

  • Hast du die Zeit oder das Geld, ansprechende Bilder zu erstellen?
  • Ist deine Zielgruppe auf Instagram aktiv?
  • Verkaufst du ein Produkt oder eine Dienstleistung, die du visuell ansprechend vermarkten kannst?

Allmählich gibt es jedoch viele Funktionen, die weit über visuell ansprechende Aufnahmen hinausgehen. Diese stellen wichtige Schritte dar, um mehr Reichweite aufzubauen.

  1.  Instagram Shopping
  2.  Instagram TV
  3. Instagram Stories

Instagram Shopping

Beispielsweise kannst du mithilfe von Instagram Shopping deinen Umsatz steigern. Um dir einen genaueren Überblick zu geben, werde ich dir die Funktionen erläutern.

Instagram Shopping ist eine Funktion, die es Nutzern erlaubt, Beiträge mit Produkten zu markieren. Follower können deine Markierung antippen und Angaben zur Verfügbarkeit und des Preises sehen.

Wenn deine Follower auf die Markierung im Beitrag klicken, werden diese direkt auf die Produktseite deines Online Shops weitergeleitet.

Instagram Stories

Darüber hinaus bieten dir Instagram Stories viele Vorteile. Mithilfe von Bildern und 15 Sekunden langen Videos kannst du einen Einblick in den Arbeitsalltag, deine Kundenprojekte und Hobbys geben.

Instagram TV

Um Kunden zu informieren, eignet sich vor allem Instagram TV. Seit Juni 2018 ist die Funktion öffentlich verfügbar.

Du hast die Möglichkeit bis zu 10 Minuten lange Videos zu erstellen. Dabei ist es sinnvoll, dass du:

  • einen Einblick in deinen Arbeitsalltag,
  • deine Referenzen,
  • Vorteile für deine Kunden,
  • Ratgebervideos
  • und vieles mehr

erstellst.

Eine große Anzahl an Followern ist jedoch sinnvoll, um Instagram TV richtig einsetzen zu können. Die Suchfunktion ist erst eingeschränkt verfügbar, sodass sonst nicht genügend Videoaufrufe zustande kommen.

Ob sich Firmeninhaber für Instagram oder YouTube entscheiden, hängt von dem Fundament des Unternehmens ab.

YouTube: Videos kreieren & an Bekanntheit gewinnen

YouTube ist weltweit als Videoplattform bekannt. Bekannte Sänger wie Justin Bieber haben ihre Karriereeinstieg auf der Plattform erlebt. Konkurrenten wie Vimeo und Dailymotion sind keine wirklichen Alternativen. Nahezu jede Zielgruppe ist auf YouTube vertreten. Das ist ein Grund, wieso die Plattform so interessant für Unternehmen ist.

Youtube – das soziale Netzwerk für Video

Im Gegensatz zu Instagram TV bietet die Plattform eine auf die Bedürfnisse des Nutzers zugeschnittene Suchfunktion.

Unternehmen, die mit Videos einen Neustart wagen, sollten YouTube Instagram TV vorziehen. Die Plattform weist höhere Interaktionsraten und eine längere Verweildauer auf. Weiterhin gibt es bessere Möglichkeiten, Videos zu monetarisieren.

Doch welche Inhalte kannst du veröffentlichen, die deine potenziellen Kunden begeistern?

Meine Empfehlung ist es sich zu überlegen, welche Inhalte deine Zielgruppe interessieren. Vor allem Ratgebervideos eignen sich auf YouTube.

Weitere Videos, die für Selbstständige gut funktionieren, sind:

  • Vorteile meines Produkts
  • Tipps und Tricks rund um die Dienstleistung
  • Themenverwandte Inhalte

Facebook – Lohnt sich die „altehrwürdige“ Plattform noch?

Facebook gibt es mittlerweile seit 16 Jahren. Damit ist die Plattform schon etwas in die Jahre gekommen. Dennoch bietet die Plattform viele Möglichkeiten Nutzer anzusprechen und mit Menschen in Kontakt zu treten. Weiterhin nutzen immer mehr ältere Menschen Facebook. Damit eignet sich das Netzwerk gut für die Ansprache von älteren Zielgruppen.

Facebook – Im Social Media Mix 2020 noch sinnvoll?

Dennoch dürfen Unternehmer nicht vergessen, dass es deutlich schwieriger ist kostengünstig Likes auf Facebook aufzubauen. Kooperationen mit Influencern sind auf Facebook nicht so ausgeprägt. Weiterhin sind Inhalte mit viel Text weit verbreitet. Videos und Bilder erhöhen die Interaktionsrate.

Dies liegt daran, dass jede Facebook Seite für sich. Die Möglichkeit neue Inhalte zu entdecken, ist im Vergleich zu Instagram eingeschränkt.

Auch die Interaktionsrate lässt zu wünschen übrig. So ist der Anteil der Nutzer, die einen Beitrag liken oder kommentieren auf Facebook deutlich niedriger als auf Instagram.

Lohnt sich Facebook im Social-Media-Mix 2020 noch?

Firmeninhabern ist die Plattform vor allem zu empfehlen, wenn diese bereit sind, Geld in die Vermarktung zu investieren. Andernfalls ist die Reichweite sehr eingeschränkt.

Facebook Anzeigen können sich für dich lohnen. Dabei kommt es auf einen Hinweis an: Testen, testen und erneut testen.

Meine Empfehlung ist es auf Videoinhalte zurückzugreifen. Damit steigt deine Chance, dass Interessenten auf deine Werbeanzeige reagieren. Weiterhin können auch Karussellbeiträge interessant sein. Bei Karussellbeiträgen handelt es sich um mehrere Bilder, die in einer Werbeanzeige präsentiert werden.

TikTok – Hype oder Mehrwert für Unternehmer?

Otto Normalverbraucher hören TikTok und denken:

„Nicht schon wieder ein neue Social Media Plattform!“

TikTok ist eine Plattform, die auf nutzergenerierten Inhalten basiert. Die App ist früher unter dem Namen musical.ly bekannt gewesen. Daran merkst du bereits, dass das soziale Netzwerk vor allem für musikalische Inhalte bekannt ist. Du kannst Videos erstellen, in denen du lippensynchron singst, tanzt oder lustige Geschichten erzählst.

Tik Tik – Logo mit Gesangsnote

Im Gegensatz zu anderen Plattformen ist es nicht so wichtig, wie viele Follower du hast. Schlussendlich werden jedem Nutzer relevante Inhalte angezeigt.

Bei TikTok gehen die Meinungen der Social Media Nutzer weit auseinander. Einige Experten vertreten die Auffassung, dass von der Nutzung der Plattform abzuraten ist. Ein Grund dafür ist die chinesische Zensierung.

Welche Rolle spielt TikTok 2020?

Mit 500 Millionen Nutzern weltweit liegt TikTok auf dem 9. Platz der Social Media Netzwerke. Die Plattform ist dabei vor allem für Unternehmen interessant, die eine junge Zielgruppe ansprechen möchten.

So sind nach einer Studie des Globalwebindex 41% aller Nutzer zwischen 16 und 24 Jahren alt. Eine Mehrheit der Nutzer ist voraussichtlich sogar unter 16 Jahren. Auch wenn die Plattform erst die Erstellung eines Profils ab 13 Jahren erlaubt, nutzen bereits 8-Jährige die Plattform.

Meine Empfehlung ist es derzeit als Selbstständiger auf TikTok zu verzichten. Du wirst wahrscheinlich nicht deine Produkte an Kinder und Jugendliche verkaufen.

Weiterhin setzt die Plattform erhebliche Social Media Kenntnisse voraus. Im Gegensatz zu Instagram und Facebook sind Monetarisierung- und Werbemöglichkeiten nur bedingt vorhanden.

Wenn du Musiker, Sänger und Künstler bist, ist die Plattform zu empfehlen.

Die richtige Plattform – kurz und knapp

Deine richtige Plattform hängt von der Branche, der Größe des Unternehmens und der Zielgruppe ab. Entscheider müssen analysieren, auf welchen Plattformen die Kunden aktiv sind. Ist deine Zielgruppe auf dem sozialen Netzwerk nicht aktiv, lohnt sich die Plattform nicht.

Social Media ist kein Selbstzweck. Du zielst auf eine Umsatzsteigerung ab. Dies ist jedoch nur möglich, wenn deine spannenden Inhalte auf eine interessierte Zielgruppe treffen.

Doch nicht nur die Zielgruppe ist entscheidend. Wenn deine Inhalte nicht zur Plattform passen, macht auch die beste Social Media Kampagne keinen Sinn. Beispielsweise lässt sich nachhaltig angebauter Kaffee auf Instagram besser vermarkten als Rohre, die den Abfluss verbinden.

Somit kommt es auch auf die Art des Produkts an, das vertrieben wird. Je nach Branche und Kunden sind dann andere Plattformen relevant.

Meine Empfehlung ist es nicht mehr als 3 bis 4 Social-Media-Kanäle zu betreiben. Für größere Unternehmen können auch zusätzliche Plattformen in Frage kommen.

Daher ist mein Ratschlag an dich:

Bürde dir nicht mehr Kanäle auf als du betreuen kannst. Es ist besser ein qualitativ hochwertiges Profil als fünf durchschnittliche Auftritte zu haben.

Ein neuer Kanal bietet dir nur Vorteile, wenn du eine neue Zielgruppe auf der Plattform erreichst. Ein zweiter Fall wäre, dass Nutzer massiv von der Plattform abwandern. Schlussendlich gilt, dass jeder seine eigenen Erfahrungen sammeln muss.

Lass uns daher auf Social Media durchstarten!

Niklas Hartmann

Social Media Experte Niklas Hartmann

Über den Autor

Niklas Hartmann ist Head of Influencer Marketing bei ReachOn. Der Social Media Experte steht Kunden rund um Social Media mit Rat und Tat zur Seite. Mit seiner Agentur ReachOn ist er für die Verhandlung, Realisierung und Analyse von Influencer Kampagnen zuständig. Seine Schwerpunkte sind Instagram & Influencer Marketing.

Vorheriger Beitrag
Wie Selbständige mit der gleichen Leistung mehr verdienen – Teil 2

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