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Mach’s dir selbst: Marketing-Ideen für 0 Euro

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Du hast es getan: Den Job gekündigt, einen Businessplan erstellt, und nun willst du mit deinem eigenen Unternehmen erfolgreich sein. Deine Hoffnungen sind riesig, die Kasse dummerweise ziemlich leer. Für Marketing ist kein nennenswertes Budget da.

Keine Sorge, so geht es vielen Gründern. Und es gibt zum Glück jede Menge Möglichkeiten, gutes Marketing ohne Budget zu betreiben. In dieser Artikelreihe will ich dir einige Marketing-Ideen vorstellen, die dich 0 Euro kosten.

No-Budget-Marketing bedeutet 200 % Engagement

Marketing ohne Budget kann nur funktionieren, wenn du das fehlende Geld durch umso mehr Engagement wettmachst. Die besten Marketing-Ideen nutzen dir nichts, wenn du nach Abkürzungen suchst, zum Beispiel indem du deine Werbung in sämtliche Facebook-Gruppen postest, die du finden kannst (mehr über [intlink id=”3893″ type=”post” target=”_blank”]Social-Media-Anfängerfehler findest du hier[/intlink]).

Bezahlte Werbung bringt dir Reichweite gegen Geld – mehr nicht. Bei No-Budget-Marketing musst du dich selbst engagieren, um die Menschen zu erreichen. Auch wenn das oft bedeutet, auf jeden persönlich einzugehen.

Der Vorteil ist: Du lernst dabei deine Zielgruppe sehr genau kennen und bekommst ein Gefühl dafür, wie du sie ansprechen und engagieren kannst. Selbst wenn du über ein gewisses Werbebudget verfügst, lohnt es sich anfangs, den mühsamen Weg zu gehen. Sonst ist die Gefahr groß, dass du dein Geld für die falschen Kanäle oder Werbebotschaften verbrennst.

Grundlagen für 0-Euro-Marketing

Auch wenn es um kostenlose Marketing-Ideen geht – ein paar Grundlagen brauchst du dafür. Hier lohnt es sich doch, ein paar Euro auszugeben, wenn es dir um Qualität geht. Zur Not geht es jedoch auch ohne:

Visitenkarten

Lass dir Visitenkarten machen, sobald dein Entschluss zur Gründung feststeht – [intlink id=”3952″ type=”post” target=”_blank”]selbst wenn du da noch Angestellter bist[/intlink]. Dafür brauchst du noch kein Logo, lediglich ein Firmenname wäre gut. Es reicht, wenn auf deiner Visitenkarte dein Name, deine Telefonnummer und Website sowie ein kurzer Hinweis auf dein Business zu finden sind. Diese Karten drückst du jedem in die Hand, mit dem du über deine Idee gesprochen hast.

Hier bekommst du einfache, kostenlose Karten: Wir-machen-Druck.de

Wenn du in einer exklusiven Branche unterwegs bist, lass dich die Karten jedoch ein paar Euro kosten. Günstige Karten in guter Qualität findest du hier: Moo Visitenkarten

Webpräsenz

Auch wenn deine Firma noch gar nicht gegründet ist, brauchst du einen Auftritt im Netz. Hier genügt eine Landing-Page, auf der du kurz das Besondere deiner Idee beschreibst sowie ein Start-Datum und ein Formular anbietest, um E-Mail-Kontakte zu generieren.

Es gibt jede Menge kostenloser Baukastenlösungen für die erste Seite (hier findest du verschiedene Anbieter im Vergleich). Auch für Blogs gibt es eine ganze Reihe kostenlose Blog-Plattformen. Diese erfüllen ihren Zweck, dass du deine Idee mit der Welt teilen kannst, dafür nimmst du aber Werbung auf deiner Seite in Kauf.

Die professionelle Lösung ist, dir eine eigene Domain zu registrieren und dir darauf mit WordPress deine erste Seite zu erstellen. Hosting-Pakete gibt es schon für wenige Euro im Monat, WordPress ist kostenlos (WordPress auf Deutsch herunterladen).

Alternativ kannst du auch eine eigene Facebook-Seite für dein Unternehmen einrichten. Vergiss in beiden Fällen nicht das Impressum, nicht dass dir gleich eine Abmahnung ins Haus fliegt!

Newsletter

Wenn du auf Facebook setzt, können deine Interessenten Fans werden und dir so folgen. Besser ist jedoch eine eigene E-Mail-Liste: Jemand, der dir seine E-Mail anvertraut, ist ein wirklich interessierter Kontakt. Entsprechend erreicht ein Facebook-Eintrag nur einen winzigen Bruchteil deiner Fans. Ein guter Newsletter hingegen wird von 50 % oder mehr deiner Abonnenten gelesen. ([intlink id=”3559″ type=”post” target=”_blank”]Keine Liste zu haben kostet dich bares Geld[/intlink])

Ich nutze für meinen Newsletter Mailchimp, das du auch bis 2.000 Abonnenten kostenlos nutzen kannst: mailchimp.com

Botschaft

Dein wichtigstes Marketing-Werkzeug ist jedoch deine Botschaft. Was ist das Besondere an deiner Idee? Was willst du anders machen als die Konkurrenz? Warum bist du der beste Partner für deine Wunschkunden?

Um diese Fragen zu beantworten, brauchst du eine gute Positionierung. Es ist okay, wenn die vor der Gründung noch nicht exakt auf den Punkt gebracht ist. Diese Zeit dient auch dazu, Marketing-Ideen zu testen und deine Zielgruppe genau zu definieren. ([intlink id=”3992″ type=”post” target=”_blank”]Hilfe bei der Positionierung findest du hier[/intlink])

Achte jedoch darauf, dass deine Werte konstant bleiben und du dich nicht verbiegen musst, um dem Kunden zu gefallen. Das schadet dir mehr, als es nutzt.

Hast du alle Grundlagen vorbereitet?

Perfekt, dann kannst du jetzt beginnen, der Welt von deiner Idee zu erzählen:

Marketing-Idee 1: Aktiviere dein Netzwerk

Wenn du kein Geld hast, um dir Reichweite zu kaufen, musst du sie selbst schaffen. Das geht anfangs nur in kleinen Schritten, summiert sich aber schnell.

Dazu musst du dich jedoch von einer Angst befreien: Du solltest jedem von deiner Geschäftsidee erzählen. Keine Angst: Die Gefahr, dass sie dir jemand klaut, liegt bei etwa 0,035 %.

Wenn du hingegen niemandem von deiner Idee erzählst, ist eines gewiss: Niemand wird sich für dein Produkt interessieren, wenn du an den Start gehst! Denn es kennt dich ja niemand.

Deswegen solltest du alle Möglichkeiten nutzen, dein Netzwerk schon lange vor dem Start zu erweitern. Besuche Startup-Veranstaltungen, Messen und Business-Treffen in deiner Region. Wende dich an Freunde, Bekannte, Geschäftspartner und Co. mit deiner Idee. Nutze Online-Foren und soziale Netzwerke, um Kontakte zu knüpfen.

Und sei dabei offen für alles. Netzwerken hat viele Ziele. Aus jedem Kontakt können sich eine Vielzahl von Möglichkeiten ergeben:

  • Du kannst Partner und Unterstützer finden, die dir beim Start helfen.
  • Du hast die Chance, mögliche Kunden kennenzulernen.
  • Du kannst Kontakte zu Influencern, Bloggern und Journalisten aufbauen.
  • Und du erhältst Feedback und neue Ideen für dein Business.

Mehr zum Netzwerken findest du in meinem Artikel [intlink id=”3581″ type=”post” target=”_blank”]Netzwerken für Introvertierte[/intlink].

Dein Netzwerk ist größer, als du denkst

Aber du musst gar nicht jeden Kontakt neu generieren. Du hast schon eine riesige Menge an Kontakten, die dich weiterbringen können:

Wie viele E-Mail-Adressen von Freunden und Bekannten hast du?
Wie viele geschäftliche Kontakte zu Kunden und Lieferanten?
Wie viele Freunde hast du auf Facebook?
Wie viele Kontakte bei Xing? WhatsApp?

Wenn du alle zusammennimmst, kommst du sicher auf einige hundert Kontakte. Klar, diese Liste ist extrem undifferenziert. Aber all diese Menschen hast du irgendwann mal im Laufe deines Lebens kennengelernt und hast einen persönlichen Bezug zu ihnen.

Diese persönliche Beziehung ist mehr wert, als du denkst! Selbst wenn der letzte Kontakt Jahre her ist. Menschen sind soziale Wesen. Wir machen ungern Geschäfte mit gesichtslosen Unternehmen. Wir machen am liebsten Geschäfte mit Menschen (und Unternehmen), die wir kennen und mit denen wir gute Erinnerungen verbinden.

Auch wenn viele deiner Kontakte eingeschlafen sind: Es wäre ein Fehler, sie nicht zu nutzen. Lediglich die Personen, an die du dich überhaupt nicht mehr erinnerst oder die dich nicht leiden oder dir schaden können, solltest du aussortieren.

Was machst du nun mit all diesen Kontakten?

Schritt 1: Ordnung ins Chaos bringen

Als ich gestartet bin, habe ich all meine Kontakte in einer Liste zusammengetragen: Name, E-Mail-Adresse und die Quelle vermerkt (Facebook, Xing, Adressbuch …). So konnte ich mir sicher sein, dass ich niemanden doppelt ansprechen würde.

Schritt 2: Persönliches Anschreiben

Dieses Anschreiben habe ich für jeden meiner Kontakte vorbereitet. Ich habe es für jeden noch ein wenig personalisiert aber im Kern, war es das gleiche:


 

Liebe(r) (Name), 

ich stehe gerade vor dem großen Sprung in die Selbständigkeit: Ich möchte … (deine Zielgruppe) … helfen, … (dein Nutzen-Versprechen) … zu erreichen. Dafür arbeite ich zurzeit an … (dein Produkt / deine Dienstleistung), das … (was macht dein Produkt besser) … können wird. Am … (Datum) … geht es los.

Keine Sorge ich will dir keine Werbung schicken. Aber wenn du meine Idee spannend findest, freue ich mich über deine Hilfe. Du kannst dazu entweder:

Handlungsaufforderung 1
oder
Handlungsaufforderung 2 

Danke für deine Unterstützung!
Bei Fragen bin ich jederzeit für dich da:

(Dein Name mit Kontakt)


 

Die Handlungsaufforderung kann sein, deine Website zu besuchen, deine Facebook-Seite zu liken, dir Feedback zu senden, an einer Umfrage teilzunehmen oder dein Angebot weiterzuempfehlen. Es sollte jedoch etwas Einfaches sein.

Schritt 3: Die Nachricht persönlich senden

Wichtig ist, dass du die Nachrichten wirklich einzeln persönlich sendest. Dann nimmt das auch niemand als Werbung wahr und dir übel. Im Gegenteil: Ich habe damals jede Menge Glückwünsche und Interesse von Leuten erhalten, von denen ich schon Jahre nichts mehr gehört hatte.

Schritt 4: Antworten und aufschreiben

Natürlich gehört es zum guten Ton, auch jedem Einzelnen zu antworten. Wichtig ist auch, deine Liste weiterzuführen: Wer hat Interesse gezeigt, wer ist deiner Bitte nachgekommen?

Schritt 5: Erneut schreiben

Zum Start habe ich ein zweites Schreiben an alle geschickt, die in irgendeiner Weise Interesse gezeigt haben. Es war vor allem eine Erinnerung, dass es jetzt los geht zusammen mit einer neuen Handlungsaufforderung. Natürlich habe mich auch nochmals für das Interesse bedankt.

Was hat es gebracht?

Natürlich war der Streuverlust bei dieser Aktion sehr groß. Dennoch konnten sich die Ergebnisse bei gerade mal 350 verschickten E-Mails sehen lassen.

  • Besucher sahen sich meine nagelneue Seite an.
  • Meine Facebook-Seite hatte die ersten 29 Fans.
  • Ich bekam die ersten 10 Newsletter-Abonnenten.
  • 3 meiner Kontakte hatten gleich einen Auftrag für mich.
  • Zudem erhielt ich 2 Weiterempfehlungen, die ebenfalls zu einem Auftrag führten.

Ich hoffe, diese Marketing-Idee hat auch dir etwas gebracht. Im zweiten Teil geht es um deine Möglichkeiten, durch Online-Marketing die ersten Kunden zu angeln.

Denn so eine Aktion kannst du nicht allzu oft durchführen. Du kannst dadurch die ersten Verkäufe erzielen, aber die Wirkung ist schnell verpufft. Zum Glück gibt es noch mehr Marketing-Ideen, um daran anzuknüpfen.

Zu Teil 2: [intlink id=”4009″ type=”post” target=”_blank”]Online-Marketing zum Nachmachen: Ehrlich und ohne Tricks[/intlink]!

Hast auch du eine Marketing-Idee für kleines Geld? Dann her damit! Ich freu mich drauf!

Lass uns die Welt verändern. 

Unterschrift Matthias Barth

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